Zurück aber noch nicht da…

Unglaublich aber wahr!

Drei Monate Finnland, mehr als genügend Sonnentage, unzählige Stunden auf dem SUP Board, Bootstouren, jede Menge Liter Kaffee, die besten Arbeitsplätze der Welt und tolle Begegnungen mit noch tolleren Menschen…

Ja, das war der Sommer 2018!

Mit meiner Auszeit aus Hamburg und dem klassischen Alltag wollte ich meine Batterien wieder aufladen und frisch in den eigenen Rhythmus in Deutschland zurückkehren. Dabei Land und Leute kennenlernen und als Digitale Nomadin eine andere Art von Arbeit kennen lernen.

Das wollte ich und das habe ich! CHECK!

Und jetzt? Jetzt bin ich schon seit 58 Tagen zurück aus Finnland. Zurück im “normalen” Alltag, in der Hamburger Wohnung, im Büro und somit im ganz normalen Leben.

Es fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen. Aber irgendwie ist es doch anders. Ich bin tatsächlich (gefühlt) immer noch nicht zurück und das Ankommen ist noch ein Prozess.

Im Sommer war es eher gechillt in einem der vielen schönen Cafés in Helsinki mit dem Laptop auf dem Schoß und dem frisch gebrühten Kaffee in der Hand. Manchmal schon um 08:00 Uhr, aber auch ab und an erst ab 11:00 Uhr. Mehr als 4-5 Stunden am Stück habe ich nie gearbeitet. Dann eine Pause und im Laufe des Tages nochmal, wenn überhaupt ran an den Rechner.

Das mit den Batterien aufladen hat schonmal geklappt. Und auch ein weiteres Ziel ist erreicht. Ich habe ein Kinderbuch geschrieben, das mittlerweile kurz vor der Vollendung steht (inklusive Bildern, grafischen Anpassungen und dem Druck).👌🏻

Jetzt hat das normale Arbeitsleben mich wieder.Es lief ab Tag 1 wieder wie früher. 40 Stunden die Woche im Büro, To Dos abarbeiten und Projekte ans Laufen bringen. Immerhin habe ich einen Job, in dem ich flexibel arbeiten kann. Aber mit dem “Lotterleben” vom Sommer war es schlagartig vorbei!

Vielleicht kennt Ihr das Phänomen: Zwei-drei Wochen Urlaub, ein Arbeitstag und SCHWUPS… BACK IN LIFE!

ABER hier geht es ja um HAPPINESS!!! Daher Schluß mit dem Gejammer.

Was sicherlich auch jeder aus diesem Urlaubsphänomen kennt, ist die Faszination, die wir mit nach Hause bringen. Eine Faszination über das bereiste Land oder auch die ansässigen Menschen.

Der Finne an sich ist vielleicht in dieser Hinsicht mit dem Land vergleichbar. Man spricht hier von den “Ruhigen Weiten des Landes”, das recht dünn besiedelt ist.

Passend zu den Menschen. Zurückhaltend, sehr freundlich, hilfsbreit und sehr ehrlich sind die Finnen. Der klassische Smalltalk, wie wir ihn kennen, ist eher Nichts für die finnische Bevölkerung. Damit stößt man mit unter auf Granit und wird misstrauisch beäugt. Glaubt mir, habe ich versucht, denn ich wollte beim Warten nicht nur dumm rumstehen und habe was übers Wetter erzählt. Hm, blieb bei einem Monolog über das gute Wetter und verwirrt schauende Finnen.

Kommt man aber ins Gespräch, dann bleibt es nie an der Oberfläche, so wie eben der klassische Smalltalk, den man in Deutschland eher betreibt, um die Zeit totzuschlagen (ich sag nur “Das ist aber auch ein tolles Wetter heute!”). 🙈

Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses typische Klischee vom wortkargen, reservierten und zurückhaltenden Finnen nicht bestätigen kann. Zumindest nicht bei denen, die ich kennenlernen durfte. Gesprächig und gastfreundlich würde vielleicht eher passen.

Außerdem stehen die Finnen über solchen Klischees. Dabei hilft Ihnen Ihre unverwechselbare Selbstironie.

Ein Beispiel dafür ist dieser finnische Witz: “Ein introvertierter Finne schaut auf seine Schuhe, wenn er mit dir spricht. Ein extrovertierter Finne schaut auf Deine Schuhe!” 😊

Daher ist es absolut empfehlenswert, sich in Finnland auf eine besondere Entdeckungstour zu begeben und sich einfach “unters Volk” zu mischt. Das kann schon bei der Suche nach einer Unterkunft losgehen, indem man per Ferienwohnung oder AirBnB bei echten Finnen unterkommt.

Oder Ihr sucht tatsächlich per Facebook nach einem Zimmer in einer der tausenden WG´s von Helsinki, Espoo oder Vantaa. Schaut mal auf Facebook nach Gruppen mit den Themen “Rooms Helsinki”. Dort werdet Ihr definitiv fündig und es lohnt sich nicht nur finanziell. Vor allem über die Sommermonate stehen unglaublich viele Zimmer leer.

So begann vor mittlerweile fast 4 Jahren auch meine Faszination für dieses wundervolle Land und allem, was dazu gehört.

Dazu schreibe ich Euch auch nochmal eine Art “Rückblicks-Blogbeitrag”.

 

Habt noch einen schönen Tag und liebe Grüße aus Hamburg,

Eure Danii

 

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