Richtig Schenken

Glücklich schenken mit den richtigen Ideen – Kreativität und Mitdenken ist gefragt!

Schenken ist eine uralte Tradition, geprägt von unterschiedlichen Zeiten und den verschiedenen Kulturen. Seit Anbeginn der Menschheit werden überall auf der Welt Geschenke als eine Form des sozialen Handelns ausgetauscht. 

Auch in unserer heutigen Gesellschaft hat Geben eine hohe Bedeutung. Das Geschenk wird zu einem Netz aus Geben und Nehmen und beeinflusst die soziale Bindung ungemein. Und so heißt es vor allem zur Weihnachtszeit; Es kommt nicht darauf an, dass wir uns gegenseitig etwas schenken. Es kommt darauf an, ob wir imstande sind, uns gegenseitig etwas zu geben. Denn sowohl das Erhalten eines Geschenkes macht uns happy, als auch das Verschenken selbst.

Kennst du auch den Spruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft?“ Was sagst du, stimmt das? Wie fühlst du dich, wenn du ein Geschenk erhältst? Macht dich das glücklich? Ganz bestimmt. Doch was denkst du wie sich derjenige fühlt, der dir das Geschenk gemacht hat? Diese und andere Fragen möchte ich hier einmal aufgreifen und beleuchten.

Geschenke und Stimmungslage

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Studien zum Thema Schenken und beschenkt werden, die in unterschiedlichen Ländern durchgeführt wurden. Diese Studien stammen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten wie der Psychologie, der Ökonomie oder auch den Neurowissenschaften. Erforscht wurden dabei unterschiedliche Fragen und Sachgebiete rund um die Thematik. 

Tatsächlich gibt es nur wenige Beweise dafür, dass Schenken glücklich macht. Es gibt auch nur wenige Beweise dafür, dass es ein Weg in eine höhere Ebene des glücklich seins ist, anderen Menschen zu helfen oder sie zu unterstützen. Die Frage bleibt also offen, was die Ursachen von Glück sind – doch das ist die wissenschaftliche Ebene. Happiness, das wissen wir spätestens seit der ersten Ausgabe des Glücksmagazins, hat etwas mit Psychologie zu tun. Und diese mag zwar ihre Regeln und Gesetze haben, die zu logischen Schlussfolgerungen führen – doch am Ende ist jeder Mensch individuell und aus diesem Grund kann es kaum allgemeingültige Aussagen oder Ergebnisse geben, die eine endgültige Antwort zu einem Thema wie diesem liefern. Zu bedenken ist, dass Schenken, Helfen oder Geben an sich immer eine Frage der Persönlichkeit des Schenkenden, des Helfers, des Gebers ist und letztlich ist es auch eine Frage von dessen persönlichen Motiven. Der Grund, warum jemand etwas für andere tut, ist entscheidend bei der Klärung der Frage, ob der Gebende mit dem was er tut auch wirklich glücklich wird. Also ist es eine wirklich gut gemeinte Geste oder eher doch etwas, was man tut, um selbst besser dazustehen?

Eine weitere Frage, die man in diesem Zusammenhang stellen sollte ist folgende: Macht es glücklich, beschenkt zu werden? Wir erinnern uns alle noch an unsere Kindheit. Als Kinder waren wir unvoreingenommen und haben uns über Geschenke immer gefreut. Wir waren höchstens ein bisschen enttäuscht, wenn wir ein tolles Spielzeug erwarteten und stattdessen irgendwelche Klamotten oder etwa eine Packung Socken bekommen haben. 

Erwachsene Menschen hingegen gehen mit Geschenken anders um als Kinder. Sie sehen ein Geschenk nicht mit kindlich naiven Augen, sondern machen sich meist viele Gedanken darum:

  • „Warum bekomme ich nun ein Geschenk?“ 
  • „Ist das nicht viel zu teuer?“ Oder auch der andere Fall:
  • „Oh, so etwas Billiges, obwohl er oder sie sich doch viel mehr leisten könnte?“

Es ist also eine ganz andere Erwartungshaltung und vor allem eine Art Bewertung mit im Spiel, die ganz schnell in Enttäuschung umschlagen kann. Und nicht etwa nur auf das Materielle bezogen, sondern vor allem auch menschlich. Enttäuschung, weil der Schenker einen vielleicht nicht zu kennen scheint oder die Wünsche nicht erkannt hat.

Bedeutet also: Ein originelles Geschenk kann erfreuen.

Ein Geschenk kann enttäuschen. Geschenke können Menschen in den siebten Himmel heben, aber auch in die tiefste Hölle. Geschenke können dafür sorgen, dass ein Mensch sich bedeutungsvoll fühlt, aber sie können auch beleidigen.

Man könnte also sagen: Schenken will gelernt sein und es ist in der Tat eine Wissenschaft für sich, denn man kann dabei auch sehr viel falsch machen. Damit möchte ich dich jetzt aber nicht verunsichern! Es geht nur darum, dass wir alle erkennen sollten, dass Schenken viel mehr Kraft hat, als wir denken.

Glückliche Menschen neigen mehr dazu zu Geben 

Ganz offenbar ist es so, dass glückliche Menschen viel mehr zu geben haben, deswegen auch viel häufiger andere Menschen beschenken oder ihnen einfach Gutes tun. Nun stellt sich natürlich die Frage: Sind diese Menschen glücklicher als andere Menschen, weil sie öfter Gutes tun? Oder tun Sie Gutes, weil sie glücklicher sind als andere Menschen?

Es gibt eine interessante Studie von der Harvard Business School, die sich mit diesem Thema beschäftigt. Es wurden verschiedene Versuche gemacht, mit Erwachsenen, mit Kindern, sowie mit Primaten. Untersucht wurde vor allem die „Geberlaune“, das heißt, die Gründe, aus denen Menschen anderen Menschen Gutes tun, und zwar unter dem Aspekt der jeweils eigenen Interessen der Gebenden. 

Die Verfasser der Studie und des zugrunde liegenden Papers beziehen sich auf eine Reihe von Beispielen, die untersucht wurden, und stellten fest: 

Glückliche Menschen geben mehr als unglückliche Menschen. 

Sie stellten außerdem fest, dass diese Menschen sich, nachdem sie etwas für andere getan oder ihnen etwas geschenkt hatten, tatsächlich noch glücklicher fühlten. Das legt durchaus die Vermutung nahe, dass es sich dabei um einen Kreislauf handelt: Der Schenkende ist glücklich und möchte diese positive Grundstimmung behalten und gibt aus diesem Grund gerne, weil er spürt, dass ihn das glücklich macht. Es legt allerdings auch die Vermutung nahe, dass die Beweggründe, etwas für andere Menschen zu tun, unter Umständen nicht in der Motivation zu suchen sind, anderen eine Freude zu machen, sondern sich mit dem Geben vor allem selbst glücklich zu machen. „Altruismus“ ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort. Vielleicht ist es am Ende aber auch einfach eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Und genau das ist es doch am Ende auch, was das Schenken und beschenkt werden zu Weihnachten ausmacht. Es ist ein Geben und Nehmen und ein sich freuen darauf, dass sich andere Menschen über mich Gedanken gemacht haben.

Denn immerhin beschäftigt uns die Frage nach den richtigen Geschenken schon weit vor der Weihnachtszeit. Auch, wenn die meisten am Ende doch kurzfristig noch nach Presenten suchen.


Persönliche und nachhaltige Geschenke für mehr Happiness unter dem Tannenbaum

Wir alle reden immer wieder über das Thema Nachhaltigkeit und Konsumgesellschaft. Gerade zur Weihnachtszeit rücken diese allerdings oft in den Hintergrund. Es ist die Saison für den Einzelhandel. Geschenke-Shopping bedeutet auch, dass der Konsum und die Anzahl der Dinge, die wir besitzen steigen. Und leider nicht immer mit nützlichen oder brauchbaren Inhalten. 

Oft wird auch eher auf den hohen Preis, als auf die Message hinter dem Geschenk geschaut. Dabei sind doch persönliche Geschenke viel schöner! Es muss nicht immer der teure Fernseher oder die neueste Spielekonsole sein. 

Weihnachtsshopping regional in der Nachbarschaft und in kleinen Läden

Ich weiß, dass es sehr verlockend ist, gerade in der jetzigen Corona-Zeit, eher auf Online-Shops zurückzugreifen. Aber bedenke, dass dabei oft auch lange Transportwege zwischen dir und deiner Bestellung liegen. Vor allem, wenn du bei den großen Onlinehändlern bestellst. Gehe stattdessen in kleine Geschäfte in deiner Nähe. Dabei lernst du ganz nebenbei dein Zuhause noch besser kennen und findest bestimmt ganz einzigartige Dinge.

Wenn du doch online bestellst, dann schau doch einfach mal, ob die Läden in der Nähe nicht auch einen Online-Shop haben. Damit kannst du auch wirtschaftlich deiner Nachbarschaft helfen.

Erst überlegen, dann kaufen und schließlich schenken

Bevor es losgeht und du etwas Schönes kaufst, überleg dir genau, ob dein Gegenüber dein Geschenk wirklich brauchen kann oder gut finden wird. Wenn du unsicher bist, dann lass es lieber! All das, was am Ende mit Sicherheit irgendwo im Schrank landet und verstaubt, lohnt es weder zu kaufen noch zu verschenken. 

Stell dir lieber die Frage, worüber sich der oder die Beschenkte wirklich freuen würde. Für mich ist ein Geschenk auch immer etwas, was ich mir selbst nicht kaufen würde, obwohl ich es gerne hätte.

Es sollte nützlich sein (und dabei finde ich, dass Spaß auch durchaus nützlich ist!). Am Ende geht es einfach darum, dass du dir Gedanken um die Person machen solltest, die du beschenken möchtest. Genau das ist schon ein Teil des Geschenkes und wird am Ende belohnt, wenn du die strahlenden Augen deines Gegenübers bei der Bescherung siehst.

Werde kreativ!

Kreative Geschenke selber zu machen, kann in der hektischen Vorweihnachtszeit wunderbar entspannend sein – vorausgesetzt, du fängst früh genug damit an.

Der selbst gestrickte, meterlange Schal ist ohnehin viel schöner als Einheitsmodelle aus Schweden. Und der oder die Beschenkte wird ihn als persönliches Geschenk viel länger in Erinnerung behalten. Auch und vor allem dann, wenn der ein oder andere Makel sichbar ist!

Hier 2 persönliche und kreative Geschenkideen von mir an dich:

Fotokalender war gestern!

Sicherlich kennst du all die Shops, die relativ schnell deinen Kalender drucken. Mit deinen Fotos und deinem Design. Aber wie wäre es, wenn es noch persönlicher wird. Bastel doch einfach einen Taschenkalender. 

Dazu benötigst du ein schönes Notizbuch mit genügend Seiten für das ganze Jahr, einige Sticker, vielleicht alte Zeitschriften, Schere, Kleber, ein paar schöne Stifte und dann noch einige Stunden Zeit.

Beschrifte alle Seiten mit den Daten des Jahres, füge vielleicht schon die Geburtsdaten eurer Familie und Freunde ein, zeichne ein paar Skizzen und hebe besondere Daten mit liebevollen Inhalten hervor. Vielleicht lässt du auch ein paar Seiten frei für z. B. die Urlaubsplanung oder Notizen, die ihr dann gemeinsam ausfüllen könnt.


Zeit mit Dir – Buch:

Verschenke Zeit mit dir! 

Für diese Idee habe ich dir auch eine Vorlage erstellt. Diese kannst du ganz einfach ausdrucken und persönlich weitergestalten oder einfach als Beispiel nehmen und dein ganz eigenes „Zeit mit Mir-Buch“ erstellen. Verpacke das Buch mit allem, was ihr benötigt, um es mit Leben zu füllen: Stifte, Schere, Kleber, Sticker, Broschüren oder Flyer.

Die Vorlage findest du HIER. Dabei geht es darum, dass dein Geschenk 12 Aktivitäten mit dir sind. Eine Aktivität pro Monat (natürlich ist hier alles möglich!). Diese werden in einem Heft oder Buch festgehalten und mit einem festen Termin versehen. Und zwar alle!

Das ist eine schöne Beschäftigung für die Feiertage – gemeinsam. Dabei kann es sich um einen Besuch im Zoo handeln, einen Shopping-Trip nach Amsterdam, einen Spaziergang oder auch einfach ein gemeinsames Kochen zu Hause.

Nach der Bescherung geht es einfach direkt an das gemeinsame Ausfüllen der vorbereiteten Seiten und damit in die gemeinsame Planung für die kommenden Monate. 

Denn wie wir jetzt ja alle wissen: Vorfreude ist nunmal die schönste Freude!

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