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Me-Time Entspannung unter Druck

Me-Time oder auch der Druck entspannt sein zu müssen – Wie wäre es mit mehr Gelassenheit?

Je stressiger der Alltag, desto wichtiger ist es, Zeit nur für sich selbst einzuplanen – sogenannte Me-Time. Regelmäßige Auszeiten machen ausgeglichener und geben Energie – für den Beruf und die Familie. Grundsätzlich ein super Konzept und ein wichtiger Teil der Selbstfürsorge. Aber dank Kanälen wie Instagram, die uns die perfekte Welt suggerieren und uns dazu anhalten uns doch endlich Zeit für uns selbst zu nehmen, entsteht meist nur eins: Der Druck entspannt sein zu müssen. 

Sich Zeit für sich selbst zu nehmen, in der man tun und lassen kann was man möchte, ist erst einmal ein legitimer Wunsch und ein gutes Ziel. Die sogenannte Me-Time soll eine Auszeit vom Alltag sein und verspricht bei regelmäßiger Umsetzung, dass wir uns ausgeglichener, entspannter und energiegeladener fühlen.

Soweit so gut. Aber ich sehe hier zwei Schwierigkeiten, die leider durch unsere Gesellschaft und die heutige Zeit an dieser Stelle zu finden sind.

Zum einen haben wir da die neuartigen Vorbilder in den sozialen Medien. Influencer und Co. zeigen sich in Social Media von ihrer besten Seite, betonen immer wieder, wie stressig ihr Alltag doch ist und zeigen sich in Meetings, am Laptop oder auf Reisen. Und trotz dieses stressigen und ausgebuchten Alltags schaffen es diese Menschen noch, immer top gestyled und entspannt zu sein. Denn sie nehmen sich ja auch regelmäßig Zeit für sich – und das trotz den ganzen Terminen oder auch den Kindern. Da stellt sich unsereins, also Otto-Normalverbraucher, doch die Frage: Warum schaffe ich das nicht? Hab ich mein Leben nicht im Griff? Daraus folgt eben der oben genannte Druck – Druck entspannt sein zu müssen.

Eine zweite Schwierigkeit sehe ich in der heutigen Leistungsgesellschaft. Denn leider werden Ich-Zeiten oder Pausen oft noch immer als „Schwäche“ betrachtet. Vor allem Menschen, die zu Perfektionismus neigen und pflichtbewusst sind, fällt es schwer, auch einmal an sich selbst zu denken. In Kombination mit den Idealen aus der Social Media Welt entsteht hier ein ziemlicher Knaller-Druck: 

„Ich MUSS entspannt sein, ich MUSS mir Zeit für mich nehmen, aber ich will nicht als schwach oder gar faul gelten.“

Na, erkennst du dich vielleicht ein bisschen wieder?

Hier entsteht jetzt ein Teufelskreis

Wer einen stressigen Alltag hat, dem tut es gut, wenn er sich regelmäßige Auszeiten und seine wohlverdiente Me-Time nimmt.

Aber eben dieser stressige Alltag erschwert es einfach oder macht es unmöglich, diese Zeit zu finden.

Ganz oft hilft es, sich einen Überblick zu schaffen, wie man die eigenen Zeit wirklich verbringt. Welche Tätigkeiten und Aufgaben benötigen welche Zeit? Dafür lohnt es sich etwas von der kostbaren Zeit aufzuopfern. Mehr zu dieser Zeitinventur findest du im Beitrag „Im Flow sein: Zeit sinnvoll nutzen, Glücksmomente erschaffen und Happiness erleben“. LINK!

Teufelskreis durchbrechen und Ursachen bekämpfen

Um den erwähnten Teufelskreis zu durchbrechen, sollten wir nicht unnötige Maßnahmen ausprobieren und uns mit Selbstversuchen immer mehr unter Druck setzen, sondern endlich einmal an den Ursachen arbeiten! 

Auch an dieser Stelle verwende ich dieses negative Wort: Druck! Denn genau den machen wir uns im Grunde selbst. Warum? Weil wir selbst bestimmte Vorstellungen von uns, unserem Leben und all dem haben, was wir erreichen oder tun wollen. Wir arbeiten verbissen daran, unser Vorstellungen umzusetzen und bemerken dabei nicht, dass wir uns und unser Tun überfordern und die Ziele und Vorstellungen viel zu hoch setzten.

Das Zauberwort zur Ursachenbekämpfung: Gelassenheit!

Wer gelassener ist, sieht entspannter auf sein Leben. Gelassene Menschen akzeptieren Dinge die man nicht ändern kann und regen sich nicht über alles und jeden auf. Sie sehen viele Dinge mit anderen Augen und setzen die Prioritäten anders. Außerdem lassen sie sich nicht so leicht beeinflussen, hören auf sich selbst und sind positiver.

Die gute Nachricht: Gelassenheit kann man lernen!

Natürlich können wir nicht alle Ärgernisse oder Zeitfresser aus unserem Leben eliminieren. Aber wer mit einer gelassenen Haltung an die Dinge herangeht, kann viel besser mit ihnen und auch eventuellen Herausforderungen umgehen und ist einfach entspannter. Denn vor allem in Stresssituationen hilft uns Gelassenheit dabei, ein ruhiges Gemüt an den Tag zu legen.

Du kennst das bestimmt: Viel zu viele Gedanken im Kopf geben dir schnell das Gefühl überfordert zu sein. Wer gelassener und damit auch gesünder sein will, muss dringend Ordnung schaffen. Dabei hilft es, unveränderliche Dinge zu akzeptieren, damit man entspannter damit umgehen kann. Die Devise lautet also: Lösungen finden statt sich unnötig aufzuregen. 

Wichtig an dieser Stelle: Jeder Mensch ist verschieden und jeder von uns hat eine andere „Menge an Gelassenheit“ in sich. Hier passt auch wieder der Bezug und Vergleich zu Finnland und Deutschland. Meiner Erfahrung nach sind die Finnen ein durchaus gelassenes Volk, während sich Deutschland eher auf der „gestressteren Seite“ befindet. Mehr dazu findest du auch in der Kategorie Finnlandstories im Beitrag Glücklich in Finnland.

Und auch das Thema Entspannung und Me-Time haben die Finnen defintiv besser drauf als wir Deutsche. Da wären die regelmäßigen Sauna-Zeiten, Zeit in der Natur und vor allem die sogar gesetzlich geregelte Kaffepaussi am Arbeitsplatz

Um diese Gelassenheit zu erreichen gibt es meiner Meinung nach kein Erfolgsrezept. Deshalb möchte ich dir hier auch nicht zeigen, wie du (angeblich) in 10 Schritte zu mehr Gelassenheit kommst. Ich bin nämlich der festen Überzeugung, dass es so nicht funktioniert (auch wenn du es bei einer Google Recherche vermutlich finden wirst).

Mir geht es darum, dass du erkennst, dass deine Gelassenheit eine Stellschraube ist, über die du dir Gedanken machen solltest. Im Grunde geht es um das Thema Achtsamkeit und sich selbst mehr im Blick zu haben – und zwar ganz ohne große Zeitfenster, die du für dich freischaufeln musst. Es geht oft nur um kleine Momente im Alltag und das Setzen von Prioritäten wird dir leichter fallen.

Dazu habe ich auch einen passenden Spruch gefunden:

Irgendwann ändern sich nicht die Dinge, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben.

Quelle unbekannt

Genau das ist der Punkt, an dem wir entspannter in den Tag starten und uns nicht selbst unter Druck setzen, alles auf einmal erledigen und erreichen zu müssen. Und ich verspreche dir du wirst nach und nach von ganz alleine dich selbst als Priorität erkennen und damit ganz von selbst Zeit für deine Me-Time finden. Und das ganz ohne den Druck entspannt sein zu müssen!

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