Training Stärken und Schwächen

Trainingsgestaltung – Kennst Du Deine körperlichen Stärken und Schwächen?

In dieser Kategorie müssen wir zu allererst noch einmal die Definition von Stärken bestimmen. Denn hier sprechen wir nicht von den 24 Charakterstärken, die ich bereits im vorherigen Artikel beschrieben habe, sondern eher von körperlichen Fähigkeiten oder eher noch von DERZEITIGEN körperlichen Fähigkeiten.

Also von Stärken und Schwächen, die (eventuell) durch Training behoben, bzw. noch weiter ausgebaut werden könnten.

Im Training geht es darum Ziele zu erreichen. Auch das Ziel der „Gesunderhaltung“, was oft im klassischen Gesundheitssport zu finden ist, zählt als Ziel. Ich möchte mit meinem Training also etwas erreichen. 

Bestimmt kennst du diese Momente, in denen dein Körper dir (egal ob beim Training oder im Alltag) zeigt, dass er an einer Grenze angelangt ist. Diese Grenzen zeigen uns unsere Schwächen auf. Das könnte die schlechte Ausdauer sein, die dich nach ein paar Stufen zum Schnaufen bringt. Aber auch die Bereiche Beweglichkeit und Koordination sind dafür bekannt, dass sie uns im Alltag nützlich sein können, WENN wir darin „gut“ sind. 

Training hilft auch im Alltag

Training bietet also auch für unseren Alltag eine wichtige Grundlage, um tagtäglich fit und gesund handeln zu können. Das fängt schon bei schweren Einkaufsbeuteln an und hört spätestens da auf, wo unsere trainierte Muskulatur uns vor Verletzungen schützt.

Daher ist es sehr ratsam, vor dem Trainingsbeginn (und zwingend auch immer wieder) seine eigenen Stärken aber auch Schwächen zu analysieren.

Aber spätestens dann stellt sich die Frage, ob ein Training eher die Schwächen beheben oder doch die Priorität auf unsere Stärken legen sollte. 

Hier müssen wir definitiv differenzieren.

Bei einem klassischen Gesundheitstraining im Fitnessstudio aber auch Homeworkouts sollte der Fokus zu Beginn auf den Schwächen liegen. Zumindest was die Zielsetzung angeht. 

Bei unserer Kraft, Koordination und Beweglichkeit ist es ratsam, einen Krafttest z. B. im Fitnessstudio zu machen. Hier kann mittlerweile mit geringem Aufwand viel entdeckt werden. Vor allem muskuläre Dysbalancen, die unseren gesamten Körper betreffen können, kannst du mit solchen Tests ganz einfach ermitteln lassen. Weißt du darüber Bescheid, kann dein Trainingsplan entsprechend angepasst und an deinen Schwächen gearbeitet werden.

Aber gerade für Sporteinsteiger sind auch die Stärken ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Denn sind wir mal ehrlich; Ein Trainingstag, an dem NUR deine Lieblingsübungen und Muskelgruppen trainiert werden wird definitiv motivierter und engagierter durchgezogen, als der ungeliebte „Leg Day“ oder das gehasst Ausdauertraining. Es sollte also eine gute Mischung aus Elementen sein, die sowohl unsere Stärken zeigen, aber natürlich auch unsere Schwächen kleiner machen sollen.

Stärken stärken macht einfach viel mehr Spaß

Denn zu den Erfolgserlebnissen, die wir im Training immer wieder haben und auch brauchen, gehört definitiv auch das gute Gefühl nach dem Workout dazu. 

Wenn du für dich selbst deine Stärken und Schwächen analysierst, dann versuche dich immer davon zu lösen, dass Schwächen gleichzusetzen sind mit den Dingen, die du nicht gern tust. 

So kann es durchaus sein, dass deine Ausdauer gar nicht zu denen Schwächen zählt, obwohl du es wirklich hasst dich schwitzend auf einem Ergometer oder Laufband abzurackern.

Dann überlege dir viel lieber, welche weiteren Möglichkeiten, Workouts oder einzelne Übungen es gibt, die du anstelle der gehassten Trainingseinheit einbaust.

Denn ganz wichtig ist, dass ein Trainingsplan nur so gut ist, wie die Person, die ihn auch tatsächlich umsetzt. Hier treffen nämlich viel zu oft Theorie (meist vom Trainer) und Praxis (im Sinne von Umsetzung vom Sportler) aufeinander und finden keinen gemeinsamen Nenner.

FAZIT:

Dein Training muss dir auch Spaß machen.

Daher schau dich vielleicht auch im Kursbereich um und erledige dein Cardio-Training in einem Spinning-Kurs oder versuche dich an einem Langhantel-Kurs, um deine Kraftausdauer zu verbessern. 

Hier gilt vor allem Ausprobieren. Nur du kannst herausfinden, welcher Sport und welche Art des Trainings zu dir passt.

Und dann regelt sich das mit den Stärken und Schwächen vielleicht nach und nach von ganz alleine.

Regemäßige Re-Tests im Studio zeigen dir dann auf, ob das ausgewählte Training Wirkung zeigt und wo du noch Anpassungen machen solltest.

Training bedeutet Veränderung und Veränderung verlangt nach weiteren Möglichkeiten und neuen Inhalten. Es wird also nie langweilig!

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