Überschrift das digitale Glücksmagazin
Kreative Momente im Alltag für mehr Work-Life-Balance

Jeder hat sie: Kreativität – Wie du sie weckst und sie dir bei einem glücklichem Leben helfen kann

Was Kreativität ist und woher sie kommt, wird zwar immer wieder erforscht, aber eine allgemeingültige und finale Erklärung gibt es nicht. Die wissenschaftliche Forschung des kreativen Prozesses (und infolge der kreativen Persönlichkeit) wirft wohl mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Aber das nun wissen wir über Kreativität: An ihr beteiligt sind die verschiedensten Persönlichkeitsmerkmale sowie Verhaltens- und Denkweisen, die in einer Person zusammentreffen.

Jeder von uns hat sowohl Stärken als auch Schwächen. Auf der Seite der Stärken ist es allerdings so, dass alle dieselben Stärken besitzen, sie aber unterschiedlich ausgeprägt sind. Dazu gibt es eine komplette Ausgabe des Glücksmagazins:

Ausgabe 04/2021: Stärken und Schwächen – Wie diese beiden Gegensätze gemeinsam unsere Happiness beeinflussen

Dort findest du auch einen Link zu einem Online-Test, der dir nach einigen Fragen die Aufteilung deiner Stärken aufzeigt.

Kreative Persönlichkeiten

Psychologen sagen kreativen Menschen (wozu auch ich gehöre) eine Tendenz der Vermeidung von Gewohnheiten und Routinen nach – was nichts anderes besagt, als dass wir uns ständig ändern. So tue ich mich extrem schwer damit, etwa eine richtige Morgenroutine einzuhalten. Ich nehme es mir immer wieder vor, um produktiver zu werden und den Tag organisierter zu starten, aber es gelingt mir einfach nicht. Denn trotzdem ich es schaffe früher aufzustehen, werfe ich die Aktivitäten um und ändere immer wieder meinen Morgen ab. Eben so, wie ich es gerade fühle. 

Außerdem kenne auch ich diese Momente, an denen ich mich falsch verstanden fühle, weil ich die Welt einfach anders sehe. Und in der Tat: Es ist neurowissenschaftlich erwiesen, dass unser Gehirn buchstäblich anders verdrahtet ist – je nach Stärken-Verteilung und Persönlichkeit.

Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi bezeichnet als definierendes Merkmal hochkreativer Menschen ihre Komplexität.

„Sie bestehen aus widersprüchlichen Extremen. Kreative Menschen sind nicht eine Person, sondern viele.“

Kreative Menschen sind oft auch eine Art  Verwandlungskünstler. Und dennoch hat jeder eine bestimmte Persönlichkeit, die ihn im Kern ausmacht – mit einer einzigartigen Mischung aus Perspektiven, Motivationen, Talenten, Herausforderungen und einer ganz persönlichen Art, mit der Welt und anderen Menschen umzugehen. Genau zu dieser einzigartigen Kombination gibt es einen Test, der dir deinen „Creative-Type“ zeigt:

Damit erkennst du das, was deine Persönlichkeit im Kern ausmacht. Dieser Test beleuchtet die inneren Mechanismen verschiedener kreativer Persönlichkeitstypen und hilft uns dadurch, uns selbst, unseren kreativen Prozess und unser Potential besser zu verstehen. Hier siehst du mein Test-Ergebnis: 

Und auch dann, wenn du von dir selbst sagst, du seist nicht kreativ; Mach den Test! Denn eines ist sicher: Kreativität steckt in jedem von uns – nur eben anders verteilt und manchmal eben mit etwas mehr Einflüssen anderer Stärken im Mix. 

Wecke deine (Alltags-) Kreativität

Gerade in Bezug auf unsere Zufriedenheit und damit unser Glück ist es enorm wichtig, dass wir unser volles Potential so ausschöpfen oder zumindest die Chance dazu haben, dies zu tun. Dabei kann tatsächlich Kreativität ein entscheidender und wichtiger Faktor sein. Warum? Kreativität bedeutet nun mal nichts anderes als „Lösungen und vor allem Lösungswege finden“. Egal auf welcher Ebene oder in welchem Bezug. Sei es im Job, im Umgang mit der Familie, oder bei einem Hobby. 

In diesem Fall geht es um die sogenannte Alltagskreativität. Also die schöpferische Kraft, die in uns allen schlummert und die uns auch dabei helfen kann, Stress besser zu verarbeiten.

Und genau diese Alltagskreativität kann zur Verbesserung der eigenen Work-Life-Balance beitragen – auf ganz vielen Ebenen!

Denn eine kreative Tätigkeit …

  • hilft uns beim Abschalten und trägt zur Entspannung bei.
  • ermöglicht es uns, uns zu fokussieren, uns also konzentriert mit einer Sache zu beschäftigen.
  • bringt uns auf spontane Ideen.
  • schult unsere Wahrnehmung.
  • fördert unsere Individualität und unseren eigenen Stil.
  • lehrt uns, mit dem inneren Kritiker umzugehen.
  • spricht Kopf, Herz, Hand und Seele gleichzeitig an.

Und all diese Fähigkeiten kannst Du als Kraftquelle und Ressource nutzen, um mit jeglicher Art von Stress besser klarzukommen. Das hilft nicht nur im Job, sondern auch im Privatleben und all dem, was diese beiden Bereiche deines Lebens miteinander verbindet. Ob als Work-Life-Balance oder eben dem Work-Life-Blending. 

Kreativität wecken und neu entdecken

Na, Lust bekommen, nun auch nach deinem kreativem Potential zu suchen? Dann los! Als aller erstes überlege dir einmal, was du schon immer mal ausprobieren wolltest. Dabei legst du deinen Verstand einmal beiseite und denkst einfach mal aus dem Bauch heraus drauf los. Was steht schon lange auf deiner geheimen Wunschlist? Malen, Zeichnen, Klamotten-Design, Tanzen, Akrobatik, Schreiben, Nähen, Häkeln, Basteln, Restaurieren, Holzarbeiten, Töpfern, …?

Dann stell dir selbst die Frage: Warum habe ich das noch nie ausprobiert?

Wichtig: Wenn ZEIT deine Antwort ist, dann frage dich einmal, wieviel Zeit du dafür in der Woche „opfern“ müsstest und wie realistisch dies WIRKLICH machbar wäre. 

Vielleicht helfen dir diese Schritte dabei, deine (kreativen) Wünsche in die Tat umzusetzen:

Schritt 1:

Nimm dir mindestens einmal in der Woche Zeit für deinen Wunsch von der List. Vielleicht sind es ja mehrere oder du bist noch auf der Suche, auch ok!

Schritt 2:

Besorg dir alles, was du zur Durchführung benötigst, oder mach direkt eventuell benötigte Termine aus. Solltest du mehrere Wünsche haben, dann arbeite sie nach und nach ab und gönn jedem deiner Wünsche etwa 4 Wochen für einen Test.

Schritt 3:

Entscheide selbst, ob du dir einen festen Termin für deinen Wunsch suchst oder doch lieber spontan damit loslegst. Setze dir aber ein Ziel. Etwa, dass du ein Bild bis in einer Woche fertig gestellt haben willst.

Schritt 4:

Schaffe eine besondere Atmosphäre, wenn du deine Wunscherfüllung angehst: Spiel deine Lieblingsmusik im Hintergrund, bereite deinen Arbeitsplatz vor oder schlüpfe in passende Klamotten. 

Schritt 5:

Entscheide selbst, ob du Familie und Freunden von deinen Wünschen berichten möchtest. Wichtig dabei ist, dass du dir nichts ausreden lässt. Leider wird vieles oft belächelt oder man bekommt so etwas gesagt wie: „Na die Zeit will ich haben…“ Denn auch heute noch ist viel zu oft „Karriere“ und „harte Arbeit“ das, was als perfektes Leben und erstrebenswert angesehen wird. Gerade bei den älteren Generationen. Daher überlege, ob du vielleicht erst einmal nur für dich deine kreative Zeit planst.

Schritt 6:

Scheitern gehört dazu! Genau wie im Leben selbst wirst du immer wieder Fehler machen. Sei es bei der Farbwahl deines Bildes, dem Versägen bei Holzarbeiten oder dem Vergessen der Choreografie. Egal! Mach einfach weiter. 

Wenn du wirklich nach einiger Zeit bemerkst, dass es dir keine Freude bringt, weil du dich extrem anstrengen musst, dann ist es eben nicht das Richtige für dich. Versuche eben etwas anderes. Denn sei dir dessen immer bewusst: Es geht nicht um Leistung – Nimm dir selbst den Druck raus und entspann dich einfach. Es geht nur um dich und deine Wünsche!

FAZIT:

Hast du erst einmal das gefunden, was dir gefällt und worin du wirklich aufgehst, dann freue dich auf all die neuen Fertigkeiten und Möglichkeiten die vor dir liegen. Denn herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen, kreativen Hobby! Und vielleicht bist du super geschickt mit dem Pinsel und den Techniken, hast aber nicht die richtigen Ideen für Bilder – Dann lass dich inspirieren und blick dich z. B. auf Pinterest um. Start einfach damit etwas nachzumalen und deinem Stil anzupassen. Wer hat denn gesagt, wie deine Kreativität aussehen soll? 

Immerhin wissen wir jetzt: Kreativität steckt in jedem von uns!


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