Unmotiviert im Homeoffice – Wie das Arbeiten zu Hause uns zeigt, ob der Job wirklich Spaß macht

Unmotiviert im Homeoffice

Das Thema „Arbeit im Homeoffice“ begleitet mich bereits seit einigen Jahren. Vor allem zu Beginn meiner letzten Festanstellung war ich von keinem Büro abhängig – Im Gegenteil. Im Grunde hatte ich gar keinen festen Arbeitsplatz. Hätte ich ihn benötigt, dann wäre sicher auch irgendwo ein Plätzchen frei gewesen, aber eben kein fester Schreibtisch.

So habe ich überwiegend im Hinterzimmer des Fitnessstudios gearbeitet das ich betreut habe oder saß ab und an im Meeting-Raum des Büros. Auch zu Hause habe ich viele Aufgaben erledigen können. Allerdings habe ich gerade dies immer versucht zu vermeiden. Mein Zuhause war mir heilig. Hier wollte ich nicht auch noch den Kram von der Arbeit mit herbringen. Außerdem bin ich jemand, der sich unheimlich gern selbst von wichtigen Dingen und „To Dos“ ablenken lässt (oder selber ablenkt).

So war ich meist mehr mit Wohnungsputz oder anderen Dingen beschäftigt, als mich am PC zu verausgaben.

Beim Arbeiten brauche ich Trubel um mich herum!

Sicherlich auch ab und an Ruhe, aber im Grunde ist es mir lieber, wenn viel um mich herum passiert. Vor allem am Anfang jeden kreativen Prozesses, wenn ich erste Ideen sammle und sortiere bin ich gern unterwegs. 

Arbeiten im Café, am Strand, im Park, in Bibliotheken oder Co-Working-Spaces bringt Abwechslung in den „Mobilen Arbeitsalltag“. 

Struktur und Organisation kommt dann später in ruhigeren Orten, aber auch dies klappt mittlerweile ohne Probleme „On the Road“. Wie ich vor ein paar Jahre in Helsinki als digitaler Nomade begonnen habe findet Ihr HIER.

Für viele ist es genau umgekehrt. Sie benötigen Ruhe bei der Arbeit.

Das ist im Homeoffice möglich (wenn man alleine zu Hause ist!) und auf den ersten Blick doch auch entspannter, oder? Keine Anfahrtszeit in der Rushhour durch die Stadt, aus dem Bett direkt an den PC, Pausen einlegen wann immer man will und gemütlich in der eigenen Küche zu Mittag essen.

Ein Bild, was noch zu Beginn des letzten Jahres viele Augen hat strahlen lassen. Dieses Bild ist mittlerweile etwas blasser. Die Realität sieht nämlich oft ganz anders aus. Kinder und Partner sind ebenfalls zu Hause, man hat immer die gleiche Umgebung und die gleichen Menschen um sich und nebenbei noch Haushalt und Einkaufen.

Für eine gewisse Zeit super, aber nach vielen Monaten… ?

Was aber immer mehr zum Tragen kommt ist, dass in dieser Situation die eigentlichen Aufgaben, für die man eingestellt wurde, viel mehr Raum im Arbeitsalltag zukommen, als bisher.

Was ich damit meine? Ganz einfach;

  • Wieviel Zeit der Arbeitszeit arbeitet man im Büro an seinen Aufgaben?
  • Wieviel Zeit verbringt man mit Meetings, Besprechungen, Kaffeepausen, gemeinsamem Brainstorming oder dem kurzen Austausch über ein neues Thema?
  • Wieviel Zeit vergeht normalerweise im Büro, bis Ihr am Platz sitzt und mit den Aufgaben startet? Vorher werden die Kollegen begrüßt, der Schreibtisch vorbereitet, Kaffee gekocht, Wasser besorgt, ein kleiner Snack oder sogar das Frühstück bereitgestellt.

Die lieben Kollegen sind nicht da. Man kann sich zwar virtuell sehen oder sprechen, aber eine spontane Interaktion wie sonst mit dem Büronachbarn ist nicht mehr möglich. Auch Kundentermine, die sonst eine Art Abwechslung in den Alltag gebracht haben, fallen weg.

Daher konzentriert sich alles auf den eigentlichen Inhalt der Arbeit. 

Und hier zeigt sich schnell (oder mittlerweile schleichend), ob das, was man tut, wirklich noch Spaß macht, man für seinen Job brennt oder vielleicht doch „NUR“ für das Team, den Arbeitsplatz oder die Sicherheit, die dieser mit sich bringt jeden Morgen zur Arbeit fährt.

Und da kommen wir schon zum Knackpunkt für alle Arbeitgeber: Dieses „NUR“!

Wenn bisher dieses „NUR“ nicht funktioniert hat, werden aus Arbeitsverträgen schnell Kündigungen. Vorher sinkt aber die Motivation rapide und somit ist die Produktivität auf einem Tiefpunkt. Führungsqualitäten der Arbeitgeber sind jetzt mehr gefragt denn je, um solche Tiefpunkte rechtzeitig zu erkennen und mit Gegenmaßnahmen anzugehen.

Diese Maßnahmen können ganz unterschiedlich sein und sind natürlich individuell auszuwählen. Ist bereits ein Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen integriert, sollte auf bestehende Maßnahmen aufgebaut werden. Gab es bisher keine BGM-Maßnahmen, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen!

Arbeitnehmer freuen sich auch über Kleinigkeiten und Hilfen, mit denen sie ihren Alltag besser organisieren oder strukturieren können. Sie müssen das Gefühl bekommen, dass sie nicht alleine gelassen werden.

Eine großartige Möglichkeit für gestresste Eltern bietet z. B.  „Sofatutor“. Hier können Firmen eine Firmenlizenz erwerben und somit ihren Mitarbeitern diese Lernplattform für ihre Kinder und das Homeschooling zur Verfügung stellen. Infos dazu gibt es hier:


Digital sind mittlerweile auch (fast alle) Präventionskurse, klassische Sportkurse oder auch Ernährungsseminare zu finden. Anbieter dazu gibt es jede Menge und auch Krankenkassen bieten eigene Kurse und Seminare an.

Oder wie wäre es mit einer digitalen Challenge für das gesamte Team? Schritte zählen, Sporteinheiten gemeinsam durchführen über Zoom oder mittags gemeinsam digital das Mittagessen kochen.

Die Möglichkeiten sind gegeben, es muss nur umgesetzt werden. Und auch, wenn es gerade derzeit nicht leicht ist für viele Firmen und Chefs, es sollte NIEMALS an den Kollegen und Kolleginnen gespart werden! Gerade jetzt lohnt es sich zu investieren und kreativ zu sein, um das Team zusammen zu halten und gemeinsam durch die Homeoffice-Zeit zu surfen. Digital, aber immer gemeinsam!

Kommunikationsprobleme?

Habt Ihr auch Probleme mit der Kommunikation im Team oder schwindet die Motivation immer mehr, weil die Homeoffice-Situation an euch nagt? Vielleicht seid Ihr hungrig nach neuen Impulsen im Gesundheitsbereich, die Euch den Arbeitsalltag auch zu Hause verschönern? Fehlt Euch Bewegung, gesunde Rezepte oder Anleitungen zu Entspannung?

Dann meldet Euch sehr gern bei mir unter dani@happyhealthywork.de oder die Website:

Gemeinsam erstellen wir einen individuellen Plan und ein Konzept für Euer Unternehmen. Betriebliches Gesundheitsmanagement hört nicht an der Tür zum Büro auf!

Jetzt aber ran an die Arbeit und fleißig weitergearbeitet, damit auch das Homeoffice pünktlich seinen Feierabend einläuten kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.