Happy Balance

Work-Life-Balance – Unnötiger Trend oder wichtiges Gesundheitskonzept?

Work-Life-Balance

“Work-Life-Balance” wurde Anfang der 90er Jahre als Begriff nach und nach populär. Und diese Popularität sollte keinen Abbruch finden, bis es in den 2000ern immer mehr zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz zu finden gab. Die Gedanken der arbeitenden Bevölkerung gingen dabei über den Rand dessen, was bisher Stand der Dinge war hinaus.

“Arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.” ist dabei ein prägnanter Satz, den jeder schon einmal gehört hat.

Neue Generationen bringen mehr Bewusstsein für Gesundheit und Wohlbefinden

Sicherlich kommt hier auch der Generationenwechsel zum Tragen. Unsere Großmütter und Großväter haben ihr gesamtes Leben gearbeitet, damit die Familie (über)leben konnte. Einen Job zu finden, der einem Spaß macht, gar erfüllen kann, das konnte diese Generation meist nicht ganz nachvollziehen. Ich erinnere mich noch daran, dass ich meinen Großeltern von meinem Plan Theaterpädagogik und Schauspiel zu studieren erzählt habe. Tja, kam nicht ganz so gut an. Ist ja keine richtige Arbeit und verdienen tut man auch nicht richtig. Auch meine Eltern waren skeptisch, konnten es aber verstehen. Beide haben direkt nach der Schule mit 15/16 eine Ausbildung gemacht und mein Vater hat sogar bis zur Rente in der selben Firma gearbeitet. Und er hat immer wieder gesagt, heute hätte er es sicher anders gemacht. Ab und zu ein Jobwechsel, Weiterbildungen auf die er wirklich Lust hatte u.s.w.

Mir war (und ist) immer wichtig gewesen, dass das was ich tue Spaß macht und für mich sinnvoll ist. Das Geldverdienen stand dabei nie im Mittelpunkt.

Auch in der Jobsuche: Work-Life-Balance wird immer wichtiger

Mittlerweile ist für viele die Work-Life-Balance eine der obersten Prioritäten, wenn es darum geht einen Job zu finden und diesen auszuüben. Ist mein Arbeitsleben mit meinem Privatleben vereinbar? Kann ich beides “unter einen Hut” bringen?

Aber wie weit ist dies überhaupt möglich? Kann man Privat- und Arbeitsleben so drastisch trennen und voneinander unabhängig leben? Denn wenn ich meinen Job gerne mache, meine Kollegen mag und Erfahrungen sammel, dann endet doch nicht dieser Lebensabschnitt zum Feierabend, oder?

Viele Dinge aus dem Arbeitsalltag möchte man doch auch z.B. seinem Partner erzählen, darüber reflektieren oder diskutieren. Und auch bei einer Verabredung mit den lieben Kollegen wird meist dann doch über Ereignisse am Arbeitsplatz gesprochen. Und all das ist absolut in Ordnung. Genau das macht eine gute Identifikation mit dem Job und auch der Firma aus. Also gut für jeden Arbeitgeber.

Aber genau hier liegt auch der Knackpunkt. Oft nehmen wir es gar nicht mehr wahr, dass unsere Arbeit sich bis in unser Privatleben auslebt. Durch die ständige Erreichbarkeit der heutigen Zeit sind wir immer up to Date, jederzeit abrufbereit und checken regelmäßig Mails, Nachrichten und Social Media Kanäle. Es ist eine ständige Anspannung vorhanden, die wir nicht bewusst, aber deutlich für alle Nebenstehenden aufbauen.

Meist unbewusst: Mit dem Kopf immer bei der Arbeit

Eine Vereinbarung von Arbeit, Familie und Freizeit ist meist zwar gegeben, denn Arbeitszeiten sind human, Wochenenden frei und auch Urlaubstage sind genügend vorhanden. Dennoch schleicht sich bei vielen ein Schleier von Arbeit und Gedanken an offene Aufgaben in die Familienzeit hinein. Und genau hier sind Konzepte wichtig, die Arbeitnehmern dabei helfen, diese Schleier zu lichten.

Aber vor allem die Arbeitgeber sind hier gefragt. Es müssen Konzepte entstehen, die Lösungen oder auch Kompromisse finden, wie z.B. die ständige Erreichbarkeit abgeändert werden kann. Es müssen Änderungen in Angriff genommen werden, die dabei helfen die Flut an Aufgaben besser zu verteilen und zu organisieren.

Und auch die Arbeitnehmer müssen für sich einen Weg finden, wie sie den Feierabend auch als Ende des Arbeitstages gestalten und vollziehen können. Vielleicht nie ganz ohne den Gedanken an die derzeitigen Projekte, aber warum auch, wenn es doch Spaß macht 😉.

Wie eine gesunde Work-Life-Balance für mich aussieht und wie dieses Konzept für Euch passt, erfahrt Ihr in den nächsten Wochen in der Kategorie “Happy Balance“.

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(3) Kommentare

  1. […] an Themen wie Selbstverwirklichung, Wellbeing und somit dem eigenen Wohlbefinden immens gestiegen. Work-Life-Balance und der Wunsch danach, sich selbst im Job verwirklichen zu können sind wichtige Bestandteile […]

  2. Toller, sympathischer und in meinen Augen sehr wichtiger Beitrag! Priorisieren ist in meinen Augen ebenfalls das A und O. Wer meint, für nichts Zeit zu haben, bei dem sind zumeist die Prioritäten nicht klar geordnet. Umso wichtiger, dass, wie hier richtigerweise gefordert, das Multi-Tasking ausbleibt und sich stattdessen auf das fokussiert wird, was gerade wirklich wichtig ist.

    Überhaupt sind diese Tipps gelungene Ansätze zur optimalen Work-Life-Balance. Etwas anderes als das übliche „Das Smartphone einfach mal ausgeschaltet lassen“ und vor allem etwas ganz Praktisches und Greifbares. Gerade Zeitmanagement dürfte in der heutigen Zeit das A und O für ein Leben in Balance gelten.

    In meinem Blogbeitrag dazu habe ich mich an 5 Wegen versucht, mit denen man die Work-Life-Balance ansonsten noch optimieren könnte. Trägt ggf. noch was zur Diskussion bei: https://ausbilderschein24.de/work-life-balance-optimieren/

    Freue mich über Austausch und verbleibe mit den besten Grüßen!

    1. Vielen Dank Dennis. Gerade in der heutigen Zeit ist es einfach ein wichtiges Thema.

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