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Gedanken Minimalismus

Ausmisten im Kopf – Gedanken bereinigen und minimieren

Wer schon mal seine Wohnung ausgemistet hat, der kennt das Gefühl des „befreit seins“ danach. Sofort senkt sich der Stresspegel und wir fühlen uns leichter. Der Kopf bekommt also ebenso einen Minimalismus-Schub, wie unser Kleiderschrank.

Dieses „sich frei fühlen“ ist ein wichtiger Teil des Minimalismus. Denn zu viel Besitz von unnötigen Dingen bringt auch Stress mit sich. Unsere Gedanken hängen dabei vermehrt an Dingen, über die wir uns Sorgen machen. Sie besetzen sozusagen den „Platz im Kopf“, der für viel schönere Gedanken vorgesehen ist.

Um diesen Platz wieder freizuräumen bedarf es allerdings oft viel mehr als „nur“ auszumisten und die unnötigen Gegenstände loszuwerden. Denn Minimalismus ist auch eine Art „Abnabelung“ vom Konsumverhalten. Sind wir mal ehrlich: Wer denkt nicht nach dem Kleiderschrank-Ausmisten daran, dass ja jetzt Platz für Neues geschaffen wurde?

Aber neben dem klassischen Konsum-Minimalismus geht es vor allem auch darum, dass wir unnötige Denkmuster und Gedanken loswerden, die uns und unser Leben einschränken. 

Wir handeln viel zu oft eher danach, dass wir anderen gefallen und der „Norm“ entsprechen, als so, wie wir es für richtig halten und empfinden. Dabei kommen auch falsche Freunde ins Spiel, unnötige Vorbilder oder Standards, die uns seit Kindheit an begleiten.

Genau hier ist der wichtigste Part des Minimalismus-Gedanken zu finden. Verzicht auf Konsum bringt eben auch eine Veränderung der Denkweise mit sich, die uns dabei helfen kann, auch im Kopf ordentlich auszumisten. Dann heißt es nur noch zu erkennen und verstehen, was guttut und was eben nicht. Auch Loslassen von „unnötigen“ Beziehungen zu Menschen kann hier ein wichtiger Schritt sein. All das ist alles andere als einfach, aber definitiv lohnenswert. Denn es geht um dich und dein Wohlbefinden.

Wenn dieser Bereich erst einmal aufgeräumt und klar ist, dann geht es „nur noch“ darum, auch langfristig einen freien Kopf zu bewahren. Wie das geht und welche Tools dabei helfen, habe ich dir im Folgenden einmal zusammengestellt: 

Tool-Tipps Mental Minimalism

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist sicherlich das Tool schlechthin, um innezuhalten und die kleinen und großen Dinge, aber auch Erlebnisse oder Begegnungen, wieder mehr wertzuschätzen. Achtsamkeitsübungen wie Yoga, Qigong, Tai chi oder autogenes Training sind der perfekte erste Schritt in ein durch und durch minimalistisches Leben.

Natur Pur

Bei nichts wird der Kopf klarer, als wenn wir ins Grüne schauen und uns in der Natur aufhalten.

Journaling

Auch Journaling hilft ungemein. Durch das Niederschreiben unserer Gedanken werden wir uns über die Dinge bewusst, die wirklich eine Rolle in unserem Leben spielen. Dabei können Aufgaben, Rückblicke, besondere Momente und auch Dinge, für die wir dankbar sind aufgelistet werden.

Meditation

Meditation ist einfach DAS Tool, um mehr bei sich zu sein, weniger auf äußere Reize zu reagieren und vor allen Dingen, weniger im Affekt zu handeln.

Morgenroutine

Meine Morgenroutine hilft mir sehr, schon am Morgen den Fokus auf das Wesentliche zu lenken und mit weniger Stress in den Tag zu starten.

To-Do-Listen

Die einen lieben, die anderen hassen sie. Ich liebe ToDo-Listen. Alles, was auf der Liste steht, ist erst einmal raus aus meinem Kopf. Für mich sind ToDo-Listen daher Minimalismus pur, zumindest für meinen Kopf.

Handyfreie Zeit

Auch hier bin ich ehrlich gesagt noch kein Profi. Aber wenn ich es mal schaffe, tut es mir unglaublich gut, mal ein paar Stunden nicht auf das Handy zu schauen. Da dieses Gerät ja heutzutage irgendwie der Zugang zu allem ist, bringt das Ausschalten augenblicklich unglaublich viel Ruhe und Klarheit in meinen Alltag.

Nichts tun

Ohja, die Königsklasse und (noch) nicht meine Stärke. Einfach mal rein gar nichts tun und möglichst wenig denken, einfach nur dasitzen und Löcher in die Luft starren, den Vögeln lauschen oder die Stille genießen. Minimalismus pur würde ich sagen.


Ausgabe 05/2022

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