Swot Analyse Stärken und Schwächen

Vom Job bis zu Hause – Selbstwertgefühl tanken dank dem Wissen um unsere Stärken und auch Schwächen

Wir alle haben Dinge, die uns besonders leichtfallen und die wir gut können. Individuelle Stärken eben, die bei jedem anders ausgeprägt sind und die uns einmalig machen. Sie zu kennen und „zu stärken“ ist ein wichtiger Bestandteil eines glücklichen Lebens. Denn wenn wir etwas gut können, dann bringt es uns Freude und steigert unser Selbstvertrauen und Wohlbefinden. 

Manchmal ist es offensichtlich: der beste Freund ist eine Sportskanone, die eigene Schwester war schon als kleines Kind musikalisch. Die Klassenkameradin in der Schule hatte nie viel Mühe Vokabeln zu lernen und der Junge von gegenüber ist ein kleines Mathegenie. Vielleicht sogar konnte sich der neue Kollege auch die begehrte Ausschreibung sichern, weil seine Stärken ganz deutlich erkennbar sind.

Stärken fallen uns meist zu allererst bei anderen auf und können mitunter einschüchternd wirken. Unsere eigenen Stärken und Vorteile sehen wir meist nur auf den zweiten Blick und müssen darüber lange nachgrübeln. Von Fähigkeiten und Talenten bis hin zu der Ausprägung unserer Charakterstärken können wir über das Wissen darüber unsere Happiness auch im Arbeitsleben enorm steigern und damit auch unser Selbstwertgefühl. Dem folgt dann außerdem ein offeneres und sichereres Auftreten gegenüber anderen, was uns sowohl im Beruf, aber auch im Privatleben weiterhilft.

Eine Kombination aus Fähigkeiten, Talenten und Charakterstärken

Stärken im Sinne von Fähigkeiten oder auch Talenten können mit dem Wissen um sie sowie mit gezieltem Training, Üben oder regelmäßigem Ausführen geübt und verbessert werden.

Anders sieht es da mit den sogenannten Charakterstärken aus. Also genau die Stärken, die uns und unsere Persönlichkeit ausmachen. Untergliedert in 6 Tugenden wurde nämlich Anfang der 90er Jahre ein Katalog von 24 Charakterstärken erstellt, der uns und unsere Persönlichkeit ausmacht. Dabei hat jeder seine Stärken an anderer Stelle, in anderer Ausprägung und Zusammensetzung aber trotzdem hat jeder von allen 24 Fähigkeiten etwas in sich. Kreativität, Bereitschaft zum Lernen, Dankbarkeit, Fairness und Teamwork sind ein paar Beispiele. 

Mehr dazu erfährst du im Leitartikel dieser Ausgabe: Stärken und Schwächen – Wie diese beiden Gegensätze unsere Persönlichkeit und unser Glücksempfinden beeinflussen

Wenn wir an Stärken und Schwächen in der Kategorie Work-Life-Balance denken, dann kommen beide Definitionen zum Tragen. Zum einen unsere besonderen Talente, aber vor allem auch die Ausprägung der Charakterstärken. 

Sich wirklich bewusst mit den eigenen Stärken und Schwächen zu befassen, haben wir alle spätestens vor dem ersten Bewerbungsgespräch hinter uns gebracht. Die klassischste aller Fragen: „Wo sehen Sie Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?“

Nach dem Vorstellungsgespräch befasst man sich nur noch selten mit dieser Thematik. Dabei ist es ein wichtiger Bereich, den wir von uns, unserem Wesen, unserer Persönlichkeit und von unserem Können wissen sollten. Denn genau darauf baut unser Selbstwertgefühl auf.

Das Gefühl, etwas geschafft zu haben, ganz alleine einen Erfolg erzielt zu haben, mit den eigenen Fähigkeiten, Ideen und Maßnahmen – Glücksgefühle pur!

Das Wissen darüber, welche Stärken in uns liegen, könnte diese Happiness tagtäglich in unser Leben bringen. Könnte uns dabei helfen noch mehr an uns zu glauben und unser Selbstwertgefühl ordentlich aufpolstern.

Die SWOT-Analyse

Eine Möglichkeit, Stärken und Schwächen bewusst zu entdecken, ist die SWOT-Analyse. 

Diese Technik, die auch aus der Betriebswirtschaftslehre und allen gängigen MBA-Studiengängen sowie wirtschaftlichen Weiterbildungen bekannt ist, soll Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken einer Sache oder Person herausarbeiten.

Die Abkürzung steht für die entsprechenden englischen Begriffe 

  • Strengths
  • Weaknesses
  • Opportunities
  • Threats

Was im Rahmen von strategischen Entscheidungen in der Wirtschaftswelt genutzt wird, um Geschäftsideen, Unternehmen oder ganze Branchen einfach zu bewerten und Analyseergebnisse in einer übersichtlichen Struktur zusammenzufassen, lohnt sich auch für uns persönlich. Quasi als Training für mehr Selbstbewusstsein.

Mehr Selbstbewusstsein durch Selbsterkenntnis

Selbsterkenntnis ist die Grundlage für glaubwürdiges Selbstbewusstsein. Denn nur wer genau weiß, was er mag und was er gut kann, kann dieses Wissen auch glaubwürdig und authentisch anderen gegenüber kommunizieren und darstellen.

Um dabei aber ein möglichst „objektives“ Bild zu erhalten, also keine falsche Selbstsicherheit oder gar den Eindruck von Überlegenheit, Arroganz oder Größenwahn zu erzeugen, sollte eine solche Analyse nicht nur auf die Stärken gemünzt sein, sondern auch die Schwächen und persönlichen Risikofaktoren bewusst machen und bewusst halten. Zwar geht es im Sinne einer positiven, konstruktiven und selbstbewussten Lebenseinstellung immer darum, mit den Stärken zu arbeiten („Stärken stärken“) und Stärken zu kommunizieren. Eine zu einseitige Darstellung kann jedoch eine ausgeglichene und damit auch glaubwürdige Selbsteinschätzung schwächen und damit das nach außen getragene Selbstbewusstsein unglaubwürdig bis lächerlich machen. Man wirkt damit eher unsicher und unwohl.

Mit der SWOT-Analyse schließen wir dies alles mit ein. Dazu sollten wir eine SWOT-Matrix erstellen. Diese kann auf einer Seite erstellt werden, aber auch mit vier einzelnen Blättern funktioniert das System:

Ich habe dir hier eine Vorlage erstellt, die auch ein paar Fragen für die einzelnen Felder beinhaltet und damit das Ausfüllen etwas erleichtern soll.

Zur Happiness meets Life – SWOT-Matrix


Da unser Gehirn funktioniert nicht linear funktioniert, ist die Visualisierung ideal und wir konzentrieren uns wirklich nur auf ein begrenztes Feld. Denn während wir einfach so über unsere Stärken brainstormen würden, würde uns sicher auch eine Chance einfallen, die dann aber nicht direkt in das System passen könnte. Oder wenn du dir mögliche Gefahren überlegst, denkst du möglicherweise an eine Schwäche. Deshalb denke ich, es ist eine gute Idee, die Matrix nach und nach auszufüllen, so wie dir die verschiedenen Punkte einfallen.

Liste dazu als aller erstes all deine Stärken auf, dann deine Schwächen. Denke dabei sowohl an Fähigkeiten, Talente oder womöglich auch Interessen aber auch an die 24 Charakterstärken. Vielleicht hast du ja hierzu schon den Online-Test gemacht, den ich dir im ersten Artikel dieser Ausgabe empfohlen habe.

Jetzt geht es an das Ausfüllen der Matrix.

Dazu musst du nun deine Stärken und Schwächen noch einmal in die beiden Bereiche „Chancen“ und „Risiken“ einteilen.

  1. Aus welchen Stärken ergeben sich neue Chancen?
  2. Diese Schwächen eliminieren, um neue Chancen zu nutzen.
  3. Welche Stärken minimieren Risiken?
  4. Welche Schwächen kann ich vermindern, damit sie nicht zu Risiken werden?

Ganz sicher wirst du sowohl Stärken als auch Schwächen in beide (Chancen und Risiken) einordnen können, aber eben aus einer anderen Perspektive. Und genau das ist es, was mit dieser Analyse ausgelöst wird. Wir schauen mit einer anderen Sichweise auf uns und unser Leben, auf unsere Persönlichkeit und all das, was uns eben ausmacht.

Diese Analyse kann allgemeingültig funktionieren, für dich ganz privat, aber vor allem auch dann, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen oder du dich in deinem Job anders positioniert siehst, als es gerade der Fall ist.

Versuche es. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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