Happy nach dem Sport – Was passiert im Körper?

Sich körperlich wohl und fit zu fühlen und gesund zu sein, zählt für mich als ein Baustein von Happiness. Dabei geht es vor allem um Achtsamkeit, Körperwahrnehmung und Akzeptanz – Mir und meinem Körper gegenüber. Es geht darum, seinem Körper und damit auch seiner Fitness etwas Gutes zu tun- etwas Gutes tun zu wollen!

In diesem Artikel bedeutet “Glück” und Happiness daher nicht den allgemeinen Zustand, sondern das Gefühl und den Zustand von Zufriedenheit, der auch nur kurzzeitig auftreten kann. Eine Art Hochgefühl, ein Rausch. Das besondere Quäntchen Glück, das quasi hausgemacht und jederzeit abrufbar ist. Nach dem Sport.

Komplett verschwitzt, erschöpft, aber glücklich. Das beschreibt ganz gut den Zustand nach meinem Workout gestern. Und das ist eigentlich immer der Zustand, in dem ich am Ende einer Sporteinheit bin.

Kennst du das auch? Es ist das Beste, oder? Vielleicht kennst du das vor allem von so richtig anstrengenden Einheiten. Man geht fast bis an seine Grenzen, powert sich komplett aus, schwitzt ohne Ende und spürt schon, der Muskelkater ist nicht fern. Und trotzdem der Körper komplett erschöpft ist, fühlt man sich GLÜCKLICH! Einfach happy und zufrieden.

Aber warum ist das eigentlich so und was passiert im Körper? Meist ist es eine 180° Wanderung von lustlos und unmotiviert vor Beginn des Workouts zu euphorisch und happy am Ende.

Schuld an diesem Gefühlschaos sind die Hormone

Hormone spielen bei vielen, oft lebenswichtigen Vorgängen im Körper eine Rolle. Die Botenstoffe regeln unter anderem den Energie- und Wasserhaushalt, das Wachstum und die Fortpflanzung. Das Zusammenspiel der Hormone ist fein aufeinander abgestimmt. Verschiedene äußere Einflüsse, aber auch Krankheiten können es aber aus dem Gleichgewicht bringen.

Hormone spielen bei vielen, oft lebenswichtigen Vorgängen im Körper eine Rolle. Die Botenstoffe regeln unter anderem den Energie- und Wasserhaushalt, das Wachstum und die Fortpflanzung. Das Zusammenspiel der Hormone ist fein aufeinander abgestimmt. Verschiedene äußere Einflüsse, aber auch Krankheiten können es aber aus dem Gleichgewicht bringen.

Hormone spielen bei vielen, oft lebenswichtigen Vorgängen im Körper eine Rolle. Die Botenstoffe regeln unter anderem den Energie- und Wasserhaushalt, das Wachstum und die Fortpflanzung. Das Zusammenspiel der Hormone ist fein aufeinander abgestimmt. Verschiedene äußere Einflüsse, aber auch Krankheiten können es aber aus dem Gleichgewicht bringen.

Die meisten Hormone werden von sogenannten endokrinen Drüsen gebildet und ins Blut abgegeben. Über den Kreislauf erreichen sie die Stellen im Körper, an denen sie wirken sollen.

Dagegen werden die sogenannten Gewebshormone nicht in Drüsen gebildet, sondern in einzelnen Zellen. Gewebshormone wirken an Ort und Stelle, indem sie die benachbarten Zellen beeinflussen.

Außerdem gibt es Organe, die zusätzlich zu ihrer eigentlichen Funktion Hormone bilden, wie zum Beispiel die Nieren. Sie reinigen nicht nur das Blut von Schadstoffen, sondern bilden unter anderem das Hormon Erythropoetin (EPO). Es regt die Bildung von Blutzellen im Knochenmark an. Auch das Nervensystem kann den Hormonhaushalt beeinflussen.

Hormonelle Steuerung ist ein Balanceakt im Körper

Damit Hormone einen Vorgang im Körper steuern, wird ihre Menge sehr fein auf die Bedürfnisse abgestimmt. 

Ein gutes Beispiel ist die Regulierung des Zuckerhaushalts durch das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt, die ihn als Energiequelle nutzen. Das Blut enthält aber – je nachdem, wann und was du gegessen hast – unterschiedlich viel Zucker. Die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf genau: Ist viel Zucker im Blut, gibt sie mehr Insulin ab. Ist der Blutzuckerspiegel gering, schüttet sie weniger Insulin aus.

Oft beeinflusst ein Hormon nicht nur eine einzelne Körperfunktion. Wenn das Blut viel Zucker enthält und deshalb viel Insulin ins Blut ausgeschüttet wird, bremst das zum Beispiel auch die Fettverbrennung – denn zur Energiegewinnung verbrauchen die Zellen zunächst den Zucker.

Ein Zusammenspiel und ein Gegenspiel

Manchmal gibt es auch Gegenspieler-Hormone. Beim Insulin heißt es Glucagon. Es wird ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse gebildet, aber nur dann ausgeschüttet, wenn zu wenig Zucker im Blut ist. Zum Beispiel während des Fastens – Glucagon wird deshalb auch als „Hunger-Hormon“ bezeichnet. Es sorgt unter anderem dafür, dass Muskeln und Leber gespeicherten Zucker ins Blut abgeben. So ist gesichert, dass die Körperzellen immer mit Energie versorgt werden.

Wie viel von einem Hormon ausgeschüttet wird, steuern häufig andere, „übergeordnete“ Hormone. Viele von ihnen werden in der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse, und im sogenannten Hypothalamus gebildet, einem Teil des Gehirns. Diese Steuerung wird oft als Regelkreis bezeichnet. So reagiert die Hirnanhangsdrüse zum Beispiel auf die Menge der Schilddrüsenhormone im Blut: Ist sie zu niedrig, schüttet die Hirnanhangsdrüse TSH (Thyreotropin) aus, was die Schilddrüse anregt, mehr Hormone zu bilden. Steigt der Spiegel, schüttet die Hirnanhangsdrüse weniger TSH aus.

Wie Sport unsere Hormone gleich mit trainiert

Für den Körper ist Sport im Grunde nichts anderes als eine Stresssituation. Denn durch die Bewegung erhöhen wir nicht nur unseren Puls, sondern auch unsere Körpertemperatur und auch andere Faktoren geraten aus dem Gleichgewicht. Darauf muss der Körper nun reagieren. Das tut er, indem er die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausschüttet. Diese regulieren unseren Körper nun zur “Normalfunktion” zurück. Außerdem gelangt durch die körperliche Bewegung jetzt mehr Sauerstoff in die Zellen, und der Stoffwechsel kommt in Fahrt. Während Blutzucker, Blutfette und eben auch der Stresshormonpegel sinken, steigt nun die Produktion von Glückshormonen wie Serotonin und Dopamin aber auch Endorphine. Diese Hormone machen uns unter anderem deshalb so glücklich, weil sie Stresshormone neutralisieren. Damit schlagen wir mit Sport und Bewegung also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

Der Körper hat sich somit selbst aus einer Notlage zu einer Hochform gepusht. Damit ist Sport ein idealer Stresspuffer für den Alltag. Denn bei regelmäßigem Training und Bewegung reagiert dein Körper mit Anpassungen. Im Falle der Hormone heißt das, dass er immer geringere Mengen der Stresshormone freisetzt. Und diese Reaktion auf eine Belastung gilt für alle Lebensbereiche. Denn wie bereits erwähnt, ist für unseren Körper Sport nichts anderes als eine Stresssituation. Somit wirst du und dein Körper auch weniger empfindlich auf Stressreize, z.B. am Arbeitsplatz, reagieren. 

Dass neben der Neutralisierung der Stresshormone auch noch die positiven Glückshormone produziert werden, bringt den eingangs erwähnten Effekt des “happy nach dem Sport”-Gefühls mit sich. Auch während der Sporteinheit profitierst du von der Ausschüttung der Glückshormone. Sie treiben dich zu Höchstleistungen und haben eine schmerzlindernde Wirkung. 

Vielleicht hast du schon einmal vom sogenannten „Runners High“ gehört. Das ist eine Art Höhenflug, ausgelöst durch einen hormonellen Rausch. Endorphine sollen dabei eine große Rolle spielen. 

Endorphine werden in diesem Zusammenhang zu Unrecht als Glückshormone betitelt. Denn ihre Wirkung liegt ursprünglich darin, in Extremsituationen Schmerzen zu reduzieren. Deswegen haben Verletzte kurz nach einem Unfall kaum spürbare Schmerzen.

Wie genau das Glücksgefühl im Körper entsteht, da gehen die Meinungen ziemlich auseinander. Neben der Endorphin-Ausschüttung stehen auch Endocannabinoide (cannabisähnliche Stoffe) in Zusammenhang mit z.B. dem Hochgefühl beim Laufen. 

Endorphine haben übrigens auch eine beruhigende Wirkung, die vor allem bei Stress und einem unruhigen Schlaf hilfreich ist. 


Fazit

Das Glücksgefühl nach einer Sporteinheit ist nicht nur davon abhängig, dass Glückshormone ausgeschüttet werden, sondern auch von der Tatsache, dass gleichzeitig Stresshormone reduziert werden. Regelmäßiger Sport und Bewegung helfen unserem Körper dabei, auf Stresssituationen besser reagieren zu können. Außerdem lernt der Körper, weniger Stresshormone zu produzieren und somit wirst du gelassener und entspannter auch in Alltagssituationen.

Moderate Ausdauereinheiten reichen dabei vollkommen aus. Es muss nicht immer ein schweißtreibendes Hochleistungs-Workout sein. Regelmäßigkeit ist hier das A und O. Wer also regelmäßig Sport treibt trainiert nicht nur Muskulatur und Kreislauf, sondern auch den Hormonhaushalt und dessen Auswirkungen.

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