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World Happiness Report 2022

Der World-Happiness-Report 2022

10 Jahre voller Erfahrungen, Forschungen und Länderrankings

Als im Jahr 2012 der erste World-Happiness-Report veröffentlicht wurde, ging es primär darum zu zeigen, dass man die Happiness der Welt messen und vergleichen kann. Mittlerweile ist dieser Report eine Grundlage für viele Forschungen und Studien. Er vermittelt außerdem umsetzbare Inhalte die zeigen, was die glücklichsten Länder der Welt anders oder vielleicht richtig machen.

2018 war das Jahr, in dem ich das erste Mal überhaupt vom World-Happiness-Rerport gehört habe. Es war auch das Jahr, in dem ich die Ausrichtung meines Blogs komplett auf den Kopf gestellt habe. Von einem Fitness und Gesundheitsblog ging es immer mehr in die Richtung von Positiver Psychologie und deren Anwendungsbereiche. 

Tatsächlich ist dieses Jahr bereits der 10. Geburtstag des Reports. Mit Ausnahme von 2014 wurde jedes Jahr nach Glück gesucht, geforscht und die Länder der Welt gerankt. 

Ab dem Report aus 2021 (also bezogen auf das vorangegangen Jahr 2020) liegen die Schwerpunkt des Reports anders. Genau wie die Welt sich mit der Pandemie verändert hat, hat es auch der Inhalt des Reports getan. Denn Covid ist ein großes Thema geworden – überall.

Alle bisherigen Ausgaben des World-Happiness-Report gibt es übrigens kostenlos auf dieser Website:

Themenjahre und neue Erkenntnisse

Jedes Jahr hat seinen ganz eigenen Schwerpunkt, berücksichtigt aber natürlich auch die grundlegenden Inhalte rund um das Glücklich sein. So fließen statistische Daten und Antworten auf Fragen aus verschiedenen Lebensbereichen ein wie:

  • Wirtschaftsleistungen
  • Lebenserwartung
  • Gesundheit
  • Stabile soziale Beziehungen
  • Möglichkeiten zu freien Lebensentscheidungen
  • Spendenbereitschaft
  • Korruption
  • Emotionen

Die Entwicklung der Forschung und dem Interesse an Glück

In diesem Jahr dreht sich alles rund um die Entwicklung der Glücksforschung und darum, wie wichtig und bedeutend es für uns alle geworden ist glücklich zu sein. Glück steht an erster Stelle, wenn es darum geht Ziele im Leben zu bestimmen.

So ist die Leserschaft des Reports enorm gestiegen. Im Jahr 2021 gab es über 9 Millionen Leser:innen den World-Happiness-Report. Weit wichtiger als diese Zahl ist aber wohl die verbreitete Message hinter dem Report. Nämlich die Möglichkeit Happiness messbar zu machen und die daraus resultierenden Informationen darüber, was Glück ausmacht und wie daran gefeilt werden kann. Diese Erkenntnisse werden bereits in vielen Bereichen eingesetzt. Vom Führungskräftetraining bis in die Politik hinein.

Zu dieser positiven Entwicklung und Verbreitung der Glücksforschung findet sich im aktuellen Report ein gesondertes Kapitel:

„Chapter 3: Trends in Conceptions of Progress and Well-being”

Dieses Kapitel hat Trends im Denken über das menschliche Wohlbefinden und den sozialen Fortschritt untersucht. Hier geht es unter anderem um die Änderungen im Sprachgebrauch. So wurde ermittelt, wie oft bestimmte Wörter seit 1995 in Büchern, Zeitschriften und anderen Medien auftauchen. Dazu wurde die Datenbank von „Google Books“ herangezogen, in der nahezu alle weltweit veröffentlichten Medien zu finden sind.

Quelle: World-Happiness-Report 2022, Seite 57

Diese Darstellungen zeigen ein zunehmendes Interesse an neuen und subjektiven Maßnahmen von Well-being und einen immer geringer werdenden Fokus auf Einkommen und Ökonomie, Indusitrie, etc. Diese Anstiege liegen deutlich vor dem Einfluss des ersten World Happiness Reports im Jahr 2012. Aber wie in der Abbildung zu sehen ist, haben die Erwähungen des Berichts in Büchern seitdem rasch zugenommen und übersteigen alle ökonomischen Wörter und Begriffe bei weitem.

Das nenne ich mal eine „Positive Entwicklung“ für ein umso positiveres Wort und eine wichtige Forschung! Wie sieht das bei dir aus? Kannst du diesen Zahlen folgen und auch für dich und dein Leben, bzw. deinen Sprachgebraucht Parallelen sehen?

Social Media, Emotionen und Glücksforschung

Auch der heute wichtige Bereich der Social Media Welt hat ein separates, sehr spannendes Kapitel im Report gefunden. 

Wie Social Media Daten am besten analysiert werden, um gültige Messungen über die Emotionen der Bevölkerung zu erhalten, ist ein Bereich der Forschung, der immer mehr an Wichtigkeit gewinnt. Denn es wird immer deutlicher, dass Emotionen aus sozialen Medien Inhalte und Ergebnisse, die auf sozialen Umfragen basieren, effektiv ergänzen können, wenn entsprechenden Methoden angewendet werden. Das ist ein großer Schritt nach vorn für die Glücksforschung.

Ausgeglichenheit und Harmonie als Glücksgewinn

Auch diesen „Trend“ erkennt man mittlerweile auf Social Media: Die Suche nach Balance und Harmonie im Leben wird mit Glücklich sein oft gleichgesetzt und angewandt. Genau um dieses Thema geht es in Kapitel 6 des Reports.

Außerdem greife ich dieses Thema der Balance und Harmonie in der Kategorie „Work-Life-Balance“ noch einmal auf. 

Der World Happiness Report ist auch ein Welt-Atlas der Happiness

Der World-Happiness-Report ist auch als eine Art Kompass zu sehen, der aufzeigt, wo die Menschen auf der Welt am glücklichsten mit ihrem Leben und ihrem Umfeld sind. Bereits in den letzten Jahren hatten hier ganz klar die skandinavischen Länder die Nase vorn. Und auch in diesem Jahr ist der hohe Norden mit den glücklichsten Menschen gesegnet. Finnland steht mittlerweile zum 5. Mal ganz oben an der Spitze. Insgesamt werden 146 Länder in dem Bericht erfasst.

Für Deutschland hat sich in der Rangliste dieses Jahr allerdings einiges verändert. Während Dänemark weiterhin auf Platz zwei zu finden ist und Island in diesem Jahr einen Rang höher steht, ist Deutschland von Platz 7 auf den 14. Platz abgerutscht – Raus aus den Top 10.

Das mag vielleicht an der Tatsache liegen, dass (wie bereits erwähnt) die Glücksforscher ihre Ausrichtung der Corona-Pandemie angepasst und sich u.a. daran orientiert haben.

Es geht laut John Helliwell, dem Herausgeber des World-Happiness Reports vor allem um Wohlwollen und Vertrauen und die Bedeutung dessen. Vor allem im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden während der Pandemie. Wohlwollen im Sinne von Anteilnahme und Hilfeleistungen kann man mit einer positiven Entwicklung vor allem im Bereich der Hilfsbereitschaft sehen. Diese ist laut dem Report gestiegen und steigt weiter an. Im Bericht wird der deutliche Anstieg noch einmal dargestellt. Es ist von sogenannten „freundlichen Handlungen“ die Rede, die vor allem während der Pandemie weltweit gestiegen sind:

„Die Hilfe für Fremde, Freiwillige und Spenden waren im Jahr 2021 in allen Teilen der Welt stark gestiegen und erreichten Werte, die fast 25% über ihrem präpandemischen Wert lagen“ (Quelle: WHR, Seite 33)

Dies zeigt, dass Menschen in Notzeiten mit Empathie reagieren und Menschen in Not helfen würden. So hat Deutschland neben Corona auch mit einer Unwetterkatastrophe zu kämpfen gehabt, die dank der Hilfsbereitschaft und den Freiwilligeneinsätzen Unterstützung bekam.

Dem gegenüber steht dann aber wohl das Vertrauen. Vertrauen u.a. auch in die Regierung. Ist das vielleicht der Knackpunkt und der Grund für den derzeitigen 14. Platz Deutschlands? 

Genau damit hat Berichten zufolge auch die Tatsache zu tun, dass Finnland seine Spitzenposition weiterhin inne hat. Es geht um gegenseitiges Vertrauen, dass die Finnen sich untereinander und auch den Behörden, der Polizei und der Justiz gegenüber entgegenbringen. Finnland ist zudem bislang besser durch die Pandemie gekommen, als viele andere Länder.

Darüber hinaus bringen die Einwohner Finnlands eine gewisse Grundzufriedenheit mit. Das Land ist sicher, stabil und hat eine funktionierende Regierung, die die Finnen als zufriedenstellend bewerten. In Finnland ist Korruption sehr gering und das Land gleichzeitig sozial fortschrittlich. Man kann seine Lebensentscheidungen sehr frei treffen und ist stets abgesichert.

Wie die Finnen selbst über ihren ersten Platz denken erläutere ich noch einmal näher in der Kategorie Finnlandstories

FAZIT:

Die akademische Forschung und das Interesse um das Thema Happiness ist quasi explodiert und zahlreiche Autoren und Autorinnen aus der ganzen Welt veröffentlichen Materialien zu diesen Themen – über Forschungen und Ergebnisse.

Auch Organisationen, Akademiker oder auch Regierungen, die versuchen den Fortschritt voran zu treiben kommen im Zuge dessen nicht mehr an Inhalten der Glücksforschung vorbei. Es ist ein Fortschritt hin zu Wohlbefinden und Happiness, der auch bei der Bevölkerung immer größeres Interesse weckt. Die Glücksforschung hat daher Regierungen, die eine bessere Politik entwickeln wollen viel zu bieten.

Glück ist also immer mehr Thema auf der Welt. Neben all den schlimmen Dingen und Situationen die derzeit herrschen haben wir am Ende doch alle ein gemeinsames Ziel: Happiness!

Und das ist dank der Glücksforschung immer wieder Thema und Inhalt von Forschung sowie Grundlage für Entwicklungen. Lass uns daraus lernen und gemeinsam an uns und unserem Glück arbeiten. Dabei können wir so viel Positives aus den bisherigen Ergebnissen ziehen und in unseren Alltag einbauen und weiter pflegen. Oft reicht es bereits aus, sich dem Thema zu widmen und einen Bezug dazu zu finden, um zu erkennen, was man selbst vom Leben erwartet und sich wünscht. Denn erst dann können wir alle an uns und dem Glück festhalten und es genießen.

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