Überschrift das digitale Glücksmagazin
Balance Work Life Balance

Balance ist Trumpf – Die Welt wünscht sich ein ruhiges Leben

Heutzutage haben wir alle jede Menge Aufgaben auf dem Zettel stehen. Von beruflichen über private Termine ist dort alles vertreten. Zufrieden ist der, der seine Ziele erreicht und sich dann neue setzt. Das hat irgendwie was von einem Hamsterrad, oder?
Wirklich abschalten und die Gedanken frei machen von all diesen To Do´s kann mitunter richtig schwierig sein. Denn oft fehlt ein Ausgleich zu diesem ständig kreisenden Gedankenkarussell. Jetzt ist nur die Frage, wie dieser Ausgleich aussehen soll. Welches Leben wollen wir leben: Ein aufregendes oder ein ruhiges Leben?

Warum wir einfach einfacher leben sollten

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke und an daran, wie ich das Arbeitsleben meiner Eltern miterlebt und verstanden habe, dann fällt mir spontan ein: Endlich Feierabend, endlich Wochenende. Denn im Grunde ging es genau darum. Es war „Arbeiten um zu Leben“. Der Job macht zwar Spaß und ist im gewissen Maß auch eine Art sozialer Kontaktpool (denn immerhin verbringt man hier die meiste Zeit des Tages), aber auf der anderen Seite auch nur ein Mittel zum Zweck. 

Meine Eltern sind beide vom Dorf, genauso wie ich und die Möglichkeiten für schulische Ausbildungen oder gar ein Studium waren mehr als gering. Da wurde das gemacht, was vor Ort möglich war. Klassische Berufe eben – Meine Mutter Rechtsanwaltsfachangestellte, mein Vater Schlosser. Und in dem Beruf sind sie geblieben – Bis jetzt, bzw. bis zur Rente. So war das nunmal. Eine Ausbildung und damit ein Job.

Bei mir sah das komplett anders aus. Ich hatte alle Möglichkeiten. Nach dem Abi stand mir die gesamte Welt offen. Und das habe ich auch genutzt. So wurden Branchen ausprobiert, Jobs gewechselt und jede Menge Erfahrungen gesammelt in meiner bisherigen Berufsbahn lief es bunt und wechselhaft. Bis zur Selbstständigkeit heut.

Selbstbestimmt sein, sich selbst die Zeit einteilen können, Arbeit haben, die Spaß macht und einen Sinn erfüllt. Und genau das ist es auch, was meine Generation von der meiner Eltern unterscheidet. Da gibt es diese Work-Life-Balance. Früher war es eben der „Feierabend“, bzw. wurde darunter eben „genug private Zeit neben dem Beruf“ verstanden. Heute ist es eher eine Art Zusammenspiel – Also wie bringe ich beides unter einen Hut und wie integrieren ich meinen Job in mein Leben und nicht umgedreht. Mehr dazu findest du auch hier.

Das Ziel: Ausgeglichenheit und Wohlbefinden und ein entspanntes Leben. Und das ist heute mehr gefragt als früher. Zumindest was die Prioritäten angeht. 

Balance und Harmonie als Wunsch für das Leben

Im aktuellen World-Happiness-Report haben sich die Forscher mit einer Thematik auseinandergesetzt, die es bisher eher weniger in die Studien und Forschungen geschafft hat. Es geht im letzten Kapitel des Reports um „Balance und Harmonie“.

Mit der ersten weltweiten Umfrage zu diesem Thema wird auch erstmals der Unterschied zwischen den westlichen und östlichen Kulturen aufgegriffen und somit auf kritische Stimmen reagiert.

Denn Kritik an den Ergebnissen und Methoden des World-Happiness-Reports gab es schon immer. Vor allem aber, dass der Report sehr stark westlich orientiert und ausgerichtet ist. Dazu kannst du wirklich spannende Inhalte im 6. Kapitel lesen.

Ich möchte an dieser Stelle aber nur auf einen Teil und damit eine Frage dieses Abschnitts eingehen. In der weltweiten Umfrage wurden die Teilnehmenden nämlich gefragt, ob sie lieber ein aufregendes oder ein ruhiges Leben leben wollen.

74,3% der weltweit Befragten haben sich für ein ruhiges Leben entschieden, 17,4% für ein aufregendes, während sich 8% nicht entscheiden konnten und beides wählten. Nur 0,4% sagten „keines von beiden“.

World Happiness Report 2022, Seite 138

Und so geht der Trend auch in vielen verschiedenen Branchen und Bereichen immer mehr in Richtung Balance, Harmonie und Ausgeglichenheit. In der Fitnessbranche boomen Yoga oder Entspannungskonzepte, Reisen und Ausflüge basieren immer mehr auf dem Ziel der Entspannung und Ausgeglichenheit und gehen weg von Abenteuer und Action und selbst große Festivals haben in ihrem Angebot Relax-Points und Wellness-Workshops.

Yoga am See

Auch in der Arbeitswelt hat man erkannt, dass man Werkzeuge und Handlungsempfehlungen an die Hand geben sollte, die es möglich machen die Arbeitszeit gesund und mit Wohlbefinden zu meistern. Hier wird immer mehr aufgeklärt und zum Nachdenken angeregt.

Aber wo liegt der Ursprung unserer Balance-Probleme?

Warum ist es so schwierig einfach mal langsamer zu machen und runter zu kommen im Leben und im Alltag? Bestimmt kennst du solche Situationen und Momente im Leben, in denen es noch schwerer fällt als ohnehin schon.

Man macht 1000 Dinge gleichzeitig, will alles erledigen und handhaben können. Dinge müssen schnell, aber auch professionell und gut erledigt werden – So viel wie möglich in kürzester Zeit! Oft sind es Vorgaben im Job, viel öfter sind es aber Dinge, die wir uns aufbürden und von uns selbst erwarten.

Funktioniert es am Ende? JAIN 

Denn wir alle wissen, dass es wichtig ist, sich auf eine Sache zu konzentrieren und nicht alles auf einmal zu machen. Und das ist etwas, was auch ich mir immer wieder sagen muss. 

Weißt du was hier auch hinzugehört? Ich nenne es mal das „Deutsche Aufregen“. Das ist eine Eigenschaft, die ich bisher wirklich nur in Deutschland erlebt habe. Man regt sich über unglaublich viele, vor allem belanglose aber auch sinnlose Dinge auf, die man am Ende einfach nicht ändern kann. 

Eine Eigenschaft, die ich z. B. hier in Finnland noch nicht entdecken konnte. Es ist wie es ist – Wenn man es nicht ändern kann, dann macht es auch keinen Sinn sich darüber aufzuregen. Vielleicht auch eine Art Selbstvertrauen ins Leben selbst – Wenn das so nicht geht, dann eben anders. Liebe ich an Finnland!

Und da sind noch ein paar andere Punkte (viele aus der finnischen Work-Life-Balance), die ich nach und nach in mein Leben integriert habe oder noch aufnehme, um das Leben einfach einfacher zu machen und immer mehr den Schritt zu diesem „ruhigen Leben“ komme. Vielleicht helfen auch dir diese Schritte weiter oder regen dich zum Nachdenken an:

Das Leben einfach einfacher machen

1. Überblicke deine Zeit

„Ich habe keine Zeit!“ Ein Satz, den wir alle kennen. Neben Job und Privatleben kommt man selbst einfach zu kurz. Aber wo fliegt die Zeit denn hin? Mache eine Übersicht über einen klassischen Tagesverlauf. Was schluckt deine Zeit? Was ist wirklich wichtig und was kannst du verändern?

2. Alleine sein

Sich Zeit zu nehmen und einfach mal die Ruhe zu genießen – allein. Wenn das „einfach sein“ nicht dein Ding ist, dann schnapp dir ein Buch.

3. Ausmisten und Klarheit schaffen

Das Leben simpler gestalten heißt auch sich von überschüssigem zu trennen. Vom Kleiderschrank über den Schreibtisch bis hin zur riesigen App-Sammlung auf dem Smartphone. Was brauchst du wirklich, was bringt dich weiter, was bringt dir Freude und ist wichtig? Ich spreche hier nicht vom Minimalismus, sondern von Realismus! 

4. Prioritäten setzen

Nicht nur in einem Arbeitstag stecken jede Menge To Do´s, sondern auch im Daily Life. Versuche Prioritäten zu setzen, um den Stress damit rauszunehmen. Entscheide was wirklich wichtig ist und was eher Zeitfresser sind, die noch warten können. Dazu kannst du z.B. die Eisenhower Matrix verwenden.

In meiner Download-Bibiothek habe ich ein komplettes Workbook mit all diesen Themen zusammengestellt. Darin geht es vor allem um dich und deine Ziele, deine Stärken und die Umsetzung dessen in deinen Alltag. Für einen Zugang zur kostenlosen Bibliothek melde dich einfach zum Happiness-Newsletter an und erhalte monatlich eine Info über die aktuellste Ausgabe des Glücksmagazins.

2 thoughts on “Balance ist Trumpf – Die Welt wünscht sich ein ruhiges Leben”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.