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Frühstück in der Morgenroutine eine Handvoll Obst

Frühstück als Teil der Morgenroutine – Die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Das Thema gesunde Ernährung ist vor allem zum Beginn eines Jahres bei vielen präsent. Denn mit einem neuen Jahr kommen auch Wünsche und Vorstellungen, Motivation und eben die guten alten Vorsätze. Abnehmen, sich wohler fühlen, gesünder und fitter sein – All das sind auch super Ziele, die allerdings nicht immer eine langfristige Durchsetzung erfahren. Mein Vorsatz für 2023: Meine Morgenroutine mit einem gesunden Frühstück pimpen. Aber ist Frühstücken eigentlich gesund?

Es gibt wohl keinen Bereich, in dem es mehr unterschiedliche Meinungen, Studien- und Forschungsergebnisse gibt, wie bei der Ernährung. Wie gegensätzlich diese auch beim Thema „Frühstück“ sind, habe ich bei der Recherche zu diesem Artikel direkt auf der ersten Google-Suche gesehen. Sucht man nach „Frühstück gesund oder nicht“ sind dies die Headlines einiger Ergebnisse der ersten Seite:

  • Ohne Frühstück gesund und schlank
  • Frühstück macht krank: Ernährungsexperte warnt
  • Kein Frühstück essen: Experten erklärt, wie ungesund das ist
  • Frühstück: „Morgens essen ist genauso gefährlich wie Rauchen“
  • Gesunde Ernährung – Frühstück macht dünn – und schlau

Wow, oder?! Was stimmt denn nun? Jede dieser Seiten hat Studienergebnisse als Quellen vorzuweisen und alle wollen mit bestimmten Mythen aufräumen. Allerdings jeweils in eine andere Richtung. Da soll man nun durchblicken?

Warum dieser krass gegensätzlichen Ergebnisse über Ernährung immer wieder erhoben werden hat wohl den Grund, dass Studien zum Ernährungsverhalten fast immer Beobachtungsstudien sind. Das heißt, dass die Angaben und Beobachtungen von den Versuchsteilnehmern selbst gemacht werden, Viele Teilnehmende können sich zum Moment der Abfrage dann aber kaum noch erinnern, was sie z. B. letzte Woche gegessen haben. Außerdem kennst du es bestimmt auch, dass wir gern etwas flunkern, wenn es um ungesunde Lebensmittel gehen.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass viele Studien zwar zeigen, dass frühstücken gesünder is, aber sie zeigen eben nicht, ob es tatsächlich an dem Frühstück selbst liegt. Menschen, die kein Frühstück zu sich nehmen, leben also nicht zwangsläufig ungesund. Vermutlich liegt es vor allem daran, dass Menschen, die sich morgens die Mühe machen und sich ein ausgewogenes Frühstück zubereiten, sowieso einen gesünderen Lebensstil haben als andere.

Mein Vorsatz: Frühstück als Teil der Morgenroutine

Aber mal von Anfang an. Tatsächlich bin ich im Grunde recht zufrieden mit meinem Start in den Tag. Ich habe es geschafft regelmäßig um 5:30 Uhr aufzustehen und mit einer Routine loszulegen. Danach fühle ich mich fit und bereit für den Tag.

Allerdings ist da eine Sache, die ich schon mein ganzes Leben nicht in meinen Morgen bekomme: Ein ausgewogenes und „richtiges“ Frühstück. Das war schon zu Schulzeiten so und ist bis heute geblieben. Im Grunde komme ich damit gut klar, allerdings gehöre ich zu den Kandidaten, die dann mitten im Tun die Zeit vergessen. Und dann kann es durchaus sein, dass ich gegen 14:00 Uhr noch nichts gegessen habe.

Dass dann meine Konzentration alles andere als on Point ist, kannst du dir vorstellen. Und ich bin mir mehr als sicher, dass ich viel produktiver und effektiver sein würde, wenn ich zur richtigen Zeit meine Energiespeicher wieder aufladen würde. Um das in Zukunft zu schaffen, möchte ich and er Stellschraube „Frühstück“ drehen. Es geht dabei nichtmal um ein sehr frühes Frühstück, sondern eher um eine Art „Brunch“ oder frühes Mittagessen, dass dann aber die benötigten Nährstoffe hat, um mir durch den Tag zu helfen.

Bisher habe ich noch nicht die richtige Zeit, bzw. den richtigen Moment meines Vormittags dafür gefunden, aber da bin ich recht optimistisch. Denn was ich an dieser Stelle habe, ist die Erkenntnis und das Wissen, dass ich mit einer Veränderung eine Verbesserung spüren werden und damit auch ein „Motiv“ für eine neue Gewohnheit gefunden.

Aber wie ist das denn nun mit dem Frühstück? Gut oder nicht? Gesund oder ungesund?

Ich möchte jetzt hier nicht mit Studienergebnissen und Erkenntnissen um mich werfen, um noch mehr Verwirrung zu stiften. Denn wie so oft ist es eine höchst individuelle Entscheidung, ob wir frühstücken oder nicht, ob wir uns mit ketogener Ernährung wohlfühlen oder doch lieber zum Pasta-Teller greifen.

Es gibt nicht den einen Weg, der uns zeigt, ob es ideal ist das Frühstück sausen zu lassen oder sich doch morgens richtig satt zu essen.

Aber es ist nunmal auch so, dass man morgens eine bessere Blutzuckerkontrolle hat und das Essen ein wenig schneller verdaut. Zudem verbrennt man ein wenig mehr Kalorien, wenn man am Morgen isst. Das alles deutet daraufhin, dass der Morgen optimal ist, um etwas zu essen. 

Dem gegenüber steht aber auch die Erkenntnis der letzten Jahrzehnte, dass es gut für die Gesundheit ist, ausgedehnte Fastenperioden zu haben. Der Grund dafür sind unsere Hungerhormone. Sie passen sich nämlich unseren Essensgewohnheiten an. Das bedeutet kurzfristig: Wenn man üblicherweise frühstückt, dann aber plötzlich auf das Frühstücken verzichtet, müssen sich die Hungerhormone erst einmal umstellen. Deshalb ist es am Anfang ziemlich schwierig, aber mit der Zeit passt man sich an und somit schadet weder der eine noch der andere Weg.

Frühstück ist somit nicht schlecht, es ist aber auch nicht unentbehrlich. Du solltest das machen, was für dich und deine Routine am besten ist. Ich persönlich muss definitiv nicht unbedingt frühstücken, werde es aber wie gesagt einführen. Zumindest so, dass ich mich auf die Suche nach dem richtigen Moment für meinen Energiekick durch ein spätes Frühstück begebe.

Ein gesundes Frühstück in Finnland

Erst in Finnland habe ich Haferbrei als „richtiges“ Essen wahrgenommen. Vorher war es eher ein magenschonendes Übel, wenn man krank war. Jetzt mag ich meinen Puuro am Morgen, den ich mit Früchten, Nüssen und Samen veredeln kann, je nach Geschmack. Ein Grundrezept dazu findest du in der Rezeptesammlung: „Aaumpuuro – Finnischer Frühstücksbrei“

Außerdem gibt es für mich einen großen Unterschied zwischen dem Frühstück in der Woche und dem am Wochenende. Ich möchte mit meiner neuen Frühstücksroutine nicht zu den „Am Morgen muss es schnell gehen“ Frühstückern werden, sondern mit bewusst Zeit dafür nehmen. Immerhin soll das Frühstück ja auch einen Zweck erfüllen und mit bei meiner Produktivität und eben auch dem Wohlbefinden Vorteile bringen. 

Am Sonntag darf es dann aber gern mehr und ausgiebig sein. Am liebsten einen Brunch in einem der tollen Cafés von Helsinki, gemeinsam mit Freunden und einem anschließenden Spaziergang am Meer.

Meine liebsten finnischen Frühstücks-Fundstücke

Morgenroutine Kaffeetrinken Filterkaffee Kanne

Das Wichtigste: Kaffee!

Die Finnen lieben ihren Kaffee und sind mit 12,5kg Kaffee pro Kopf und Jahr die Kaffeetrinker-Nation Nr. 1 auf der Welt. Und obwohl Milch in der finnischen Ernährung eine wichtige Rolle spiel, sind auch hier viele Finnen auf Hafermilch oder andere Ersatzprodukte umgestiegen.


Roggenbrot Scheiben auf Brett als Morgenroutine zum Frühstück
Belegtes Roggenbrot mit Lachs und Avocado

Roggenbrot

Roggenbrot, hat schon immer eine bedeutende Rolle in der finnischen Esskultur gespielt. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums in 2017 wurde das Roggenbrot sogar im Rahmen einer Umfrage zum finnischen Nationalgericht gewählt. Das Roggenbrot ist bis heute das beliebteste Brot in Finnland. Das „Konzept“ des Roggenbrotes ist so einfach und gut, dass es keiner Produktentwicklung bedurfte. Es wird wie eh und je nach den traditionellen Rezepten hergestellt.

Hier bedarf es nicht viel Schnick-Schnack beim Belag des Brotes, da es selbst mit viel Geschmack glänzt. Es gibt nichts Besseres als ein frisches Stück Roggenbrot mit Butter und etwas Salz oder auch einfachem Frischkäse und Avocado. 


Karelische Piroggen Karjalanpiikarakka als Frühstück zur Morgenroutine

Karjalanpiirakka

Diese Kuchen stammen aus dem östlichen Teil Kareliens, der derzeit zu Russland gehört, und sind aufgrund der langen Geschichte dieser Region, die den Finnen gehört, in ganz Finnland beliebt. Sie sind oval und bestehen aus Roggenmehl. Die Füllung besteht normalerweise aus Reisbrei oder Kartoffelpüree. In Cafés findet man auch „belegte“ Varianten etwa mit gekochtem Ei oder auch Lachs, die sich perfekt für einen Lunchsnack oder eben als Teil des Frühstücks eignen.

Das Frühstückverhalten der Deutschen

Laut der Studie „Deutschland, deine Frühstücker“ der Score Media Group, frühstücken 73% der Deutschen. Das Frühstück ist für sie eine wichtige Ruhezeit, bevor der Tag beginnt. Und so wird meist zwischen sieben und neun Uhr gefrühstückt. 61% der Befragten achten auf ein gesundes Frühstück mit weniger Zuckergehalt in den Produkten und frischen Lebensmitteln.

Na, findest du dich hier in einer Art wieder?

Ich bin gespannt, ob auch ich mich bald dazuzählen werde, es bleibt spannend. Allerdings werde ich mir hier keinen Druck machen und mich Tag für Tag und Woche für Woche selbst austesten müssen. Was tut mir gut und ist mein Vorhaben wirklich gut für mich? Denn vielleicht komme ich am Ende auch zu der Erkenntnis, dass ich bisher auf dem richtigen Weg war. 

Sonderseite Ernährung Inspiration gesundes Frühstück Morgenroutine

Um meinen Vorsatz direkt angehen zu können, habe ich mir ein paar Frühstücksvarianten überlegt, die dir vielleicht auch gefallen könnten. Inspirationen für ein gesundes und ausgewogenes Frühstück findest du auf Seite XY im digitalen Magazin.


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